Grollitsch für Verschärfung der Tierversuchsbestimmungen

Wien, 2002-04-23 (fpd) - Der freiheitliche Bundestierschutzsprecher Dr. Udo Grollitsch versprach anläßlich des morgigen Welttages des Versuchstieres, sich nicht nur für die Verschärfung der Tierversuchsbestimmungen einzusetzen sondern auch für die Beseitigung vorhandener Vollzugsdefizite. ****

Schon anläßlich der Verabschiedung des "Bundesgesetzes über das Verbot des Inverkehrbringens von kosmetischen Mitteln, die im Tierversuch überprüft worden sind", habe er, Grollitsch, mit Nachdruck auf die Notwendigkeit einer weiteren Verschärfung und Weiterentwicklung des Tierversuchsgesetzes hingewiesen. Schließlich sei erwiesen, daß Tierversuche nicht nur weitgehend substituiert werden könnten, sondern mitunter sinnlos seien, zumal unter Laborbedingungen nicht die komplexe und individuelle Lebenswirklichkeit des Menschen simuliert werden könne.

Es könne auch nicht angehen, daß - wie Dr. Norbert Schauer vom Verein "Juristen für Tierrechte" zu Recht kritisiere - "die Wissenschafter in Österreich de facto selber die materiellen Gesetzgeber bzw. Behördenorgane sind, weil der formale Gesetzgeber bzw. die über die Zulässigkeit des Tierversuchs entscheidende Behörde den Gutachten derselben Wissenschafter, die den Tierversuch beantragen, ausgeliefert ist". Hier werde der Bock zum Gärtner gemacht, so der freiheitliche Tierschutzsprecher, und das sei wohl nicht im Sinne des Gesetzgebers.

Es gelte auch, so Grollitsch abschließend, Umsetzungsdefizite bei der Tierversuchsrichtlinie der EU zu beseitigen, die eine "gewisse Bewegungsfreiheit bei der Unterbringung von Versuchstieren" sowie "die Möglichkeit der Befriedigung physiologischer und ethologischer Bedürfnisse" normiere. (Schluß)

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