BRINEK: UNIVERSITÄTEN WERDEN IN DIE AUTONOMIE GEFÜHRT

ÖGB-Vorsitzender bei Uni-Reform nicht am letzten Stand

Wien, 23. April 2002 (ÖVP-PK) "Verzetnitsch sollte sich den Gesetzesentwurf anschauen und nicht Polemiken wiederholen", sagte heute, Dienstag, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Dr. Gertrude Brinek zu den Aussagen des ÖGB-Präsidenten. Wenn wichtige Kompetenzen vom Wissenschaftsministerium an die Universitäten übertragen und die Universitäten in die Selbständigkeit entlassen wurden, dann sei das schließlich genau die Autonomie, von der Verzetnitsch spreche. Die Selbstständigkeit der Universitäten auf der Basis gesicherter Finanzierung mache es möglich, dass die Universitäten selbst unbürokratisch auf die Bedürfnisse der Studierenden eingehen und anstehende Probleme lösen können. ****

Verzetnitsch dürfte die Entwicklungen in der Universitätsreform schon seit längerem nicht mehr verfolgt haben, denn sonst müsste er wissen, dass die Studienbeiträge in derselben Höhe wie bisher im neuen Universitätsgesetz festgeschrieben sein werden. "Die Studierenden werden wie bisher mit 25 Prozent im Senat vertreten sein. Darüber hinaus werden die von ihnen durchgeführten Bewertungen der Lehrveranstaltungen in Zukunft Konsequenzen haben können. Dies ist eine neue und sehr wirkungsvolle Form der Mitsprache. Zusätzlich sollen Studierende bei der Vergabe der aus den Studienbeiträgen finanzierten Uni-Milliarde mitbestimmen können", erläuterte die ÖVP-Abgeordnete.

"Die veraltete, rein quantitative Mitbestimmung wird durch qualitative Mitsprache ersetzt, die es den Studierenden ermöglicht, ihre Interessen dort zu vertreten, wo es sie betrifft." In Richtung Gewerkschaft sagte Brinek: "Gefragt sind jetzt nicht Gesprächsverweigerung, Streik oder generelle Ablehnung, denn diese erschweren eine sachliche Auseinandersetzung mit dem neuen Universitätsgesetz. Was jetzt gefragt ist, sind konstruktive Beiträge in konstruktiven Gesprächen."
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