Kuntzl: FPÖ startet massiven Angriff auf die Medienfreiheit

ORF muss sich gegen freiheitliche Angriffe zur Wehr setzen

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl richtet scharfe Worte an die FPÖ: "Eine Partei, die solch einen Begriff von Medienfreiheit an den Tag legt, disqualifiziert sich selbst". Hintergrund dessen ist die Haltung der FPÖ und des Kärntner Landeshauptmannes Haider bezüglich einer vom ORF am letzten Freitag ausgestrahlten Dokumentation über slowenische Partisanen in Kärnten während des Zweiten Weltkriegs. Die Kärntner FPÖ habe vom ORF eine Gegendarstellung verlangt, da sie den Inhalt der Sendung als Geschichtsverfälschung ansehe. "Das ist ein massiver Angriff auf die Medienfreiheit und die Unabhängigkeit des ORF", sagte Kuntzl. Die ORF-Dokumentation erfülle sämtliche Kriterien journalistischer und geschichtlicher Objektivität. ****

"Es kann nicht angehen, dass die FPÖ Fernsehsendungen, nur weil diese nicht in das höchst fragwürdige Geschichtsverständnis der Partei passt, als unobjektiv bezeichnet und de facto ein Neuschreiben der Geschichte verlangt", zeigte sich die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin empört. Der "Gipfel dieses Skandals" sei aber, dass die Freiheitlichen nun eine neue, im Sinne der FPÖ-Geschichtsauffassung revidierte Fassung der TV-Dokumentation im ORF verlange. "Wir vertrauen darauf, dass ORF-Generaldirektorin Lindner jetzt Rückgrat zeigt und den die Freiheit der Medien gefährdenden sowie geschichtsrevisionistischen Angriffen der FPÖ eine strikte Absage erteilt", so Kuntzl abschließend. (Schluss) nf

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