Klagenfurt erhält einen Bahnhof von europäischem Format

Minister Reichhold, LH Haider, LR Dörfler: Umfassende Modernisierung um 43,6 Mio. Euro - Baubeginn Frühjahr 2003 -Übertragungsverordnung sichert für Kärnten 110 Mio. Euro - Projekte mit enormen Impulsen für die regionale Wirtschaft

Klagenfurt (LPD) - Endlich ist es soweit, Klagenfurt wird einen Herzeigebahnhof bekommen. Infrastrukturminister Mathias Reichhold und Landeshauptmann Jörg Haider gaben heute den Startschuss für den Ausbau des Klagenfurter Bahnhofes. Der Landeshauptmann sprach in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Minister Reichhold, Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler, ÖBB-Generaldirektor Rüdiger vorm Walde und Projektleiter der Bahnhofsoffensive, Norbert Steiner, von einem "historischen Tag". Vorgesehen ist die Modernisierung des 140 Jahre alten Klagenfurter Bahnhofgebäudes sowie der Schieneninfrastruktur in zwei Bauprogrammen. Die Gesamtkosten dafür betragen 43,6 Millionen Euro, Baubeginn ist im März 2003.

Wie Reichhold und Haider sagten, herrsche dringender Handlungsbedarf, auch die Einbindung der Koralmbahn werde berücksichtigt. "Der neue Bahnhof wird europäischen Standard haben", so Reichold. Der Minister stellte den enormen Anteil dar, den Kärnten bei den Infrastrukturinvestitionen erhält. Allein heuer werden dafür 52,5 Mio. Euro zur Verfügung gestellt, verwies Reichold auf Maßnahmen im Bereich des Güterterminals Villach sowie im Bereich der Tauernbahn bzw. -tunnel. Für die nächsten Jahre konnte im Wege der 10. ÖBB-Übertagungsverordnung (seit letzten Freitag wirksam) nochmals ein Investitionsvolumen im Ausmaß von 110 Millionen Euro für Kärnten sichergestellt werden, informierte Reichhold. Die Gesamtinvestitionen 1996 bis 2001 für Kärnten betrugen 286 Mio. Euro.

Der neue Bahnhof bedeute auch eine große Aufwertung für die Landeshauptstadt Klagenfurt. Zudem sei es gelungen, die Unterführungen kostenmäßig sehr zum Vorteil von Klagenfurt zu verhandeln, sagte Reichhold.

Der Landeshauptmann erwähnte die mit dem Großprojekt und den Investitionen verbundenen Aufträge für die Bauwirtschaft. Er werde auch beim Bund dahingehend wirken, dass die Vergabekriterien so gestaltet werden, dass auch heimische Klein- und Mittelunternehmen bei den Ausschreibungen voll zum Zug kommen.

Der ÖBB-Generaldirektor kündigte eine Verbesserung des Wagenmaterials auf der Strecke Wien - Villach an. Ab September 2002 könne auf der Tauernschleuse wieder der erhöhte Takt wie beim früheren Betriebssystem gefahren werden. Er betonte, dass es das Ziel sei, eine hohe Kundenzufriedenheit zu erreichen.

Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler sagte, dass Klagenfurt einen Herzeigebahnhof bekommen solle. Derzeit seien die österreichischen Bahnhöfe europaweit bewertet leider weit hinten angesiedelt. Aufgabe der Stadt Klagenfurt sei es, einen attraktiven Vorplatz zu gestalten. Der Leiter des Bahnhofsprojekt Norbert Steiner erläuterte die Details der Rundumerneuerung des Bahnhofs. Die Neugestaltung erfolgt unter weitgehender Erhaltung der bestehenden Bausubstanz. Ein ÖBB-Reisezentrum und ein Schülerhort sollen errichtet werden. Weiters soll das Geschäftsangebot möglichst erweitert werden. Lifte und Rolltreppen sowie Personenstege (statt der Personentunnel) werden errichtet und den Bahnhof attraktiv und kundenfreundlich machen. (Schluss)

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