AK: Wiens Verkehrssituation am Stadtrand problematisch

Verkehr in den Außenbezirken in den letzten 20 Jahren nahezu verdoppelt

Wien, (OTS) In den letzten zwanzig Jahren hat der Pkw-Verkehr in Wien um mehr als die Hälfte zugenommen, der Lkw-Verkehr um rund ein Drittel. Als besondere Problemzone nannte Wolfgang Lauber, stellvertretender Leiter der Abteilung Umwelt und Verkehr der AK-Wien, in einem Mediengespräch am Dienstag die Außenbezirke Wiens, wo unzureichende öffentliche Verkehrsmittel ein rapides Ansteigen des Pkw-Verkehrs zur Folge hätte. So haben sich die Fahrleistungen zwischen 1990 und 2000 in den beiden Bezirken Floridsdorf und Donaustadt um 49 Prozent gesteigert. Bemerkenswert an der Studie, die das Österreichische Institut für Raumplanung zur Wiener Verkehrssituation vorlegte, ist zugleich, dass die Fahrleistungen in den inneren Bezirken (1., 4., 9.) dem Stand von 1990 entsprechen, in den westlichen Bezirken 13 bis 19 um lediglich 8 Prozent gestiegen sind. Bis auf die rapide steigende Verkehrssituation in den Stadtrandbereichen nannte Lauber die Wiener Verkehrssituation als durchwegs positiv. Seines Erachtens hätten die vielen verkehrsberuhigenden Maßnahmen seitens Wiens Früchte gezeigt. Angesprochen auf mögliche negative Auswirkungen im Bereich des öffentlichen Verkehrs aufgrund der Tariferhöhungen gab sich Studienautor Reinhold Deußner vom Institut für Raumplanung eher vorsichtig. Die Wienerinnen und Wiener würden wohl weiterhin die öffentlichen Linien nutzen, allein schon deswegen, weil die Hälfte aller Benutzer keine andere Alternative für ihre Mobilität hätte.

Als Forderung seitens der AK-Wien nannte Laubner die Attraktivierung der öffentlichen Verkehrsmittel insbesondere in neuen Betriebs- und Wohngebieten, die Beschleunigung und Bevorrangung des öffentlichen Verkehrs, wie auch die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene und den Wasserweg.
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