Kronberger: Keine Steuer auf Biokraftstoffe

EU plant Einführung einer Verbrauchsteuer

Wien, 2002-04-23 (fpd) - Die Einführung einer Verbrauchsteuer auf Biokraftstoffe in der Europäischen Union lehnt der freiheitliche EU-Parlamentarier und Energieexperte Hans Kronberger ab und wird dies heute bei der Aussprache im Umweltausschuß des Europäischen Parlamentes vorbringen. ****

Kronberger, der für den Umweltausschuß des Europäischen Parlamentes die Stellungnahme zum Vorschlag der Kommission verfaßt: "Der Verkehrssektor ist hauptverantwortlich für den Anstieg der CO2-Emissionen, weshalb hier unbedingt Maßnahmen getroffen werden müssen. Biokraftstoffe sind CO2-neutral und tragen zum Klimaschutz bei, weshalb ihr Ausbau unterstützt werden muß und eine Steuerbefreiung, wie in Österreich der Fall, weiterhin ermöglicht werden muß."

Kronberger: "Die Kommission plant einerseits Biotreibstoffe zu fördern und den Anteil auf 5,75% bis zum Jahr 2010 zu erhöhen, gleichzeitig will sie in der Europäischen Union eine im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen um 50% ermäßigte Verbrauchsteuer auf Biokraftstoffe einführen."

"Dies ist widersprüchlich, denn vor allem die Produktion reiner Biotreibstoffe wäre aufgrund der noch hohen Produktionskosten mit der Einführung einer Steuer unrentabel und ein Ausbau damit gefährdet", so Kronberger.

"Gerade Österreich nimmt in Sachen Biotreibstoffe eine Pionierrolle in der EU ein. Diesen Vorteil gilt es auszubauen. Schließlich tragen Biokraftstoffe zur Versorgungssicherheit bei, können regional erzeugt werden, schaffen Arbeitsplätze vor Ort und stellen eine besonders umweltverträgliche Alternative zu fossilen Kraftstoffen dar", schloß Kronberger. (Schluß)

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