ÖGJ zu Uni-Reform: Reine Lippenbekenntnisse Gehrers

Maringer: "Alle Betroffenen müssen sich solidarisieren"

Wien (ÖGJ). "Der Gesetzesentwurf zur Uni-Reform bedeutet nicht weiter als Machtverschiebung hin zur Uni-Spitze und zur Regierung sowie einen riesigen Rückschritt", erklärt Albert Maringer, Bundesvorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). "Der Entwurf wird von uns deshalb entschieden abgelehnt. Aus diesem Grund unterstützen wir auch den morgigen Warnstreik an den Universitäten." Doch eines sei entscheidend: "Diese Reform bringt nicht nur für Uni-Bedienstete Nachteile, er stellt auch die Studierenden vor massive Probleme. Deshalb sei es notwendig, so Maringer, dass sich alle Betroffenen solidarisieren und morgen gemeinsam gegen den Gesetzesentwurf auftreten.++++

"Wir halten eine Weiterentwicklung der Universitäten für notwendig. Diese muss jedoch unter Einbindung aller Universitätsangehörigen zustande kommen und muss auch künftig ihre Mitsprache sichern. Für die wirklichen Probleme an der Universitäten fehlen im derzeitigen Entwurf von Ministerin Gehrer jedoch die Lösungsansätze" so Maringer.

In diesem Zusammenhang erneuerte Maringer die Forderung nach Abschaffung der Studiengebühren: "Der freie Zugang zur Hochschulbildung muss wiederhergestellt werden. Gerade mit der im Gesetzesentwurf fehlenden Beantwortung von wichtigen Fragen über die Finanzierung liegt die Schlussfolgerung nahe, dass diese unsoziale Gebühr noch weiter angehoben oder sogar freigegeben werden könnte. Angesichts der niedrigen Akademikerquote in Österreich kann davor nur gewarnt werden."

ÖGB, 23. April 2002
Nr. 364

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