FISCHER EMPFÄNGT KANADISCHE PARLAMENTARIER Kanada will Einwanderung fördern

Wien (PK) - Eine Delegation des Ständigen Ausschusses für Bürgerrechte und Immigration des kanadischen Abgeordnetenhauses traf heute unter der Leitung von Vorsitzendem Joe Fontana mit Nationalratspräsident Heinz Fischer im Parlament zusammen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Einwanderungs- sowie Verfassungsfragen. Fontana wies darauf hin, dass Kanada kürzlich ein neues Einwanderungsgesetz beschlossen habe und seine Politik darauf ausrichte, die Einwanderung zu fördern. Ziel sei es, Zuwanderer so rasch wie möglich in Kanada zu integrieren und Sie
zu kanadischen Staatsbürgern zu machen. In diesem Sinn ist es möglich, die kanadische Staatsbürgerschaft bereits nach drei Jahren Aufenthalt zu erhalten. Aber auch Personen ohne Staatsbürgerschaft hätten, so Fontana, im Wesentlichen den gleichen Status, sei es auf dem Gebiet der Steuern, der Sozialleistungen oder der Gesundheitsvorsorge. Verwehrt sei Ihnen nur das Wahlrecht und der Zugang zu öffentlichen Ämtern. Im Übrigen betonte Fontana, dass die Multikulturalität auch in der Verfassung Kanadas verankert sei.

Fischer, der von Fontana im Namen des Präsidenten des kanadischen Abgeordnetenhaus zu einem Besuch nach Kanada eingeladen wurde, informierte die kanadische Delegation über den in Aussicht genommenen Integrationsvertrag und Besonderheiten des österreichischen Verfassungsrechts.

Im Anschluss an das Gespräch mit Fischer trafen die kanadischen Abgeordneten mit Mitgliedern des Innenausschusses, des Außenpolitischen Ausschusses und des Menschenrechtsausschusses
des Nationalrates zusammen. Die kanadische Delegation, der neben
Joe Fontana auch die Abgeordneten Lynne Yelich und Paul Forseth angehören, beabsichtigt außerdem, sich im Rahmen ihres Arbeitsbesuchs in Österreichs darüber zu informieren, wie die kanadische Botschaft in Wien Immigrationsansuchen von
Facharbeitern aus zentral- und osteuropäischen Ländern behandelt, die nach Kanada auswandern wollen. (Schluss)

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