Einem: Regierung und ÖIAG spielen mit den Chancen Österreichs

ÖIAG plant Totalverkauf ihres VOEST-Anteils

Wien (SK) Zu etwas mehr Ehrlichkeit in der Information der Öffentlichkeit und damit der Eigentümer der ÖIAG rief der stellvertretende SPÖ-Klubobmann, Caspar Einem, auf. "Regierung und ÖIAG sollen sagen, was sie vorhaben: Dass sie das Flaggschiff der österreichischen Industrieunternehmen ins Ausland verkaufen wollen und dass, sie damit ein wesentliches Zentrum österreichischer Industriekompetenz zu verspielen im Begriff sind. So fangen die Semperit-Beispiele an", erklärte Einem am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die SPÖ will einen österreichischen Kerneigentümer für all jene Unternehmen, die aufgrund ihrer besonderen industriepolitischen Bedeutung (technologische Kompetenz; Bedeutung für den Standort) für Österreich und die Erhaltung von Kompetenzzentren im Lande unverzichtbar seien, sagte Einem. Sie würde diese Rolle bevorzugt durch die ÖIAG wahrgenommen sehen, die sich dabei durchaus mit einem Anteil von 25 Prozent zufrieden geben könnte.

Die aktuelle Absicht der ÖIAG, sich an der Kapitalerhöhung der VOEST zu beteiligen (zu 50 Prozent) verfolge bloß ein einziges Ziel: Jetzt dominanter Eigentümer zu bleiben (nach Kapitalerhöhung 34 Prozent), um dann an einen strategischen neuen Eigentümer "en bloc" zu verkaufen. "Diese Linie von Regierung und ÖIAG schadet Österreich und den ÖsterreicherInnen. Denn es geht nicht nur um den Veräußerungserlös. Es geht um Arbeit und Wertschöpfung in Österreich, es geht um Qualifikation und Einkommen in Österreich. Wir wollen keine weitere Lösung nach dem Beispiel von Semperit", bekräftigte Einem abschließend. (Schluss) hm/mp/mm

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