Muzik: Pröll machte sich in der Slowakei einen schönen Tag

Keine Grenzübergänge, keine Verbesserung des Grenzschutzes, keine Arbeitsplätze, keine Verkehrswege, keine Sicherheit für grenznahe Atomkraftwerke

St. Pölten, (SPI) - "Der gestrige Tag von Herrn LH Erwin Pröll in der Slowakei und sein Treffen mit dem slowakischen Regierungschef Mikulas Dzurinda wurde offensichtlich nur zu einem genutzt - es war ein schöner Tag im Leben des Erwin Pröll. Pröll kam mit nichts weiter nach Hause als mit schönen Aussagen - und auch die sind teilweise schon alt", kritisiert der Weinviertler SP-Mandatar LAbg. Hans Muzik das gestrige "Freundschaftstreffen" zwischen Pröll und Dzurinda. "So hat Pröll die Frage der Sicherheit grenznaher Atomkraftwerke in der Slowakei, wo ja die Atommeiler von Mochovce und Bohunice so vor sich hin rosten, offensichtlich nicht angesprochen. Ausgeklammert blieben auch die illegalen Grenzübertritte, allein 49 illegale Grenzgänger wurden dieses Wochenende im Bezirk Gänserndorf aufgegriffen", so Muzik.****

Das der Landeshauptmann jetzt, mittlerweile mehr als ein Jahrzehnt nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs draufkommt, dass die Verkehrswege nicht entsprechend ausgebaut und leistungsfähig sind, untermauert eigentlich nur die lange Reaktionszeit des NÖ Landesverkehrsreferenten. Die Versprechungen über neue Grenzübergänge hören die Weinviertler und die Wirtschaft auch schon seit Jahren -nur gekommen sind sie bis heute nicht. "Eines erzürnt mich als Weinviertler aber ganz besonders. Da zeigt sich der Landeshauptmann darüber erfreut, dass sich über der Grenze in der Slowakei der deutsche VW-Konzern ansiedelt und spricht von Erwartungen, dass in der NÖ Zulieferindustrie Hunderte neue Arbeitplätze, wie bei Pröll-Versprechen meist unrealisiert, entstehen würden. Ich würde mir als Niederösterreicher jedenfalls erwarten, dass sich Niederösterreichs Landeshauptmann darum bemüht, ein derartiges Unternehmen gleich nach Niederösterreich zu bringen, anstatt sich darüber zu freuen, dass es außerhalb unserer Grenzen liegt. Bei Semperit schaut Pröll zu, wie Hunderte Arbeitplätze verloren gehen und die Produktion ebenso aus NÖ in unsere östlichen Nachbarstaaten auswandert. Nicht zusehen, sondern handeln - und zwar für Niederösterreich - das ist Erwin Pröll zunehmend fremd. Da will er schon lieber Bundespräsident werden", so Muzik.
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