AMON: JEDER SIEBENTE EURO DER STAATSAUSGABEN WIRD IN BILDUNG INVESTIERT

Österreich hat ausgezeichnetes Schüler-Lehrer-Betreuungsverhältnis

Wien, 23. April 2002 (ÖVP-PK) Es gibt keine Kürzungen im Bildungsbudget; jeder siebente Euro der Staatsausgaben wird in Bildung investiert. Kooperationen zwischen den Schularten sind bereits jetzt aufgrund der gesetzlichen Möglichkeiten ausreichend qualifiziert möglich. Die Einrichtung einer zusätzlichen Vollzeitberufsschule käme einer Duplizität der Institutionen gleich, ohne dass sich eine Verbesserung erkennen lasse. Ein Vergleich mit anderen OECD-Ländern beweist, dass Österreich ein ausgezeichnetes Schüler-je-Lehrer-Betreuungsverhältnis hat. Mit diesen Aussagen umriss heute, Mittwoch, der Vorsitzende des Unterausschusses des Unterrichtsausschusses, ÖVP-Bildungssprecher Abg. Werner Amon MBA, wesentliche Schwerpunkte im Unterausschuss zum "Bildungsoffensive-und Studiengebühren-Volksbegehren". ****

Amon ging auf die Forderung der Kooperation zwischen den verschiedenen Schularten im Bildungsvolksbegehren ein und verwies auf enttäuschende Ergebnisse der Zusammenarbeit zwischen Hauptschulen und AHS-Unterstufe (horizontale Kooperation) mittels Schulversuch in Wien. Diese horizontale Kooperation koste mehr als die derzeitige Form des Unterrichts. Der ÖVP-Bildungssprecher verwies zudem darauf, dass das differenzierte österreichische Schulwesen im internationalen Vergleich hervorragend abschneide; verschiedene Kooperationsformen wären bereits durch die derzeitige Gesetzeslage möglich. Die regionale Zusammenarbeit zwischen Schulen oder Schulen und der Wirtschaft gehöre schon jetzt zum Schulalltag.

Hinsichtlich der geforderten Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen auf 25 erklärte Amon: "Es gibt in der Wissenschaft keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Klassengröße und Schülerleistung." Auch die Zahlen würden für sich sprechen:
Österreichweit betrugen die durchschnittlichen Klassenschülerzahlen im Schuljahr 2000/2001 19,8 für die Volksschulen, 22,9 für die Hauptschulen, 24,5 für die allgemeinbildenden höheren Schulen und 24,3 für die berufsbildenden mittleren und höheren Schulen. Auch ein Vergleich mit anderen OECD-Ländern ergab, dass Österreich ein ausgezeichnetes Schüler-je- Lehrer-Betreuungsverhältnis hat: So kommen beispielsweise im Bereich der primary education, somit der österreichischen Volksschule, auf einen Lehrer 14,5 Schüler. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 21 Schüler je Lehrer, in Finnland 17,4 und in der Schweiz 16,1. Im Bereich der lower secundary education, der österreichischen Hauptschulen und Unterstufen der Gymnasien, zeigt Österreich mit derzeit 9,6 Schülern je Lehrer den geringsten Wert in der gesamten OECD. Amon verweis auch auf die Möglichkeit von Begleit- bzw. Stützlehrern, die Wahlpflichtfächer in den AHS, die Gruppenteilungen in den BMHS, die Leistungsgruppen in den Hauptschulen und die flexiblen Möglichkeiten im Rahmen der Schulautonomie, die zu Unterrichtssituationen mit weniger Schülern führen.

Eine weitere Forderung des Bildungsvolksbegehrens betrifft die Einführung einer Vollzeitberufsschule. Internationale Studien würden bestätigen, dass Österreichs niedrige Jugendarbeitslosigkeit zu einem großen Teil auf die duale Berufsausbildung - also die Ausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule - zurückzuführen sei, so der ÖVP-Abgeordnete. Darüber hinaus gebe es bereits eine schulische Berufsausbildung wie die berufsbildenden mittleren und höheren Schulen.

"Das Bildungsbudget erreicht im Jahr 2002 mit acht Milliarden Euro den höchsten Anteil an den Ausgaben des Bundes, den es jemals gehabt hat. 2001 erhielten die Universitäten aus der 'Universitätsmilliarde' bereits 36 Millionen Euro zur Verbesserung des Studienbetriebes, heuer sind es 72,7 Millionen", so Amon weiter.

Entgegen den Forderungen des Volksbegehrens gebe es bereits ein sozial gerechtes Schüler- und Studienbeihilfensystem. Niemand sei aus finanziellen Grünen von einem Studium ausgeschlossen, verwies Amon unter anderem auf die Anhebung der Zuverdienstgrenze für Studierende, die besondere Berücksichtigung von Mehrkindfamilien und das zinsbegünstigte Darlehensmodell. Der Forderung nach einem leistungsorientierten universitären Dienstrecht werde zudem durch das neue Universitätslehrerdienstrecht erreicht, schloss Amon. (Schluss)

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