IV OÖ sieht die Universitätsreform als Chance und plädiert für unverzügliche Umsetzung

(Linz, 23.4.2002) Die derzeitigen Proteste gegen die Universitätsreform, insbesondere der für morgen angedrohte Hochschullehrer-Streik, erfüllt die Industriellenvereinigung OÖ mit Sorge. Die Johannes-Kepler-Universität Linz ist als wichtige Kaderschmiede und Ausbildungszentrum für die Führungskräfte der Zukunft für die oberösterreichische Industrie von großer Bedeutung. Zur Universitätsreform meint der Präsident der IV OÖ, Dr. Karl Büche:
"Der Gesetzesent-wurf ist eine hervorragende Grundlage für die Verselbständigung der Universitäten. Die Reform bietet ihnen erstmals die Chance, ein eigenständiges Profil zu entwickeln. Damit bestehen sie in Zukunft im Wettbewerb mit Fachhochschulen und Privatuniversitäten, aber auch im internationalen Wettbewerb. Die Reform muss deshalb unverzüglich umgesetzt werden".

Spezialisierung auf regionale Anforderungen

Gerade die im Gesetzesentwurf vorgesehene Einführung von Leistungsvereinbarungen, die erstmalige Verankerung von Globalbudgets für drei Jahre oder die Installierung von modernen und leistungsfähigen Leitungsgremien, mit einer klaren Aufgabentrennung in operative (Rektor) und strategische (Universitätsrat) Agenden übertragen den Universitäten neue Verantwortungsbereiche. Diese ermöglichen es ihnen, sich an das Umfeld, in dem sie tätig sind, anzupassen. "Die Universität Linz kann sich dadurch besser auf die im oberöster-reichischen Industrieraum gestellten Anforderungen spezialisieren und im Vergleich mit
anderen europäischen Universitäten ein eigenständiges Profil erlangen", so Büche. Er appelliert deshalb an die Hochschullehrer, von ihrer strikten Ablehnung der Universitätsre-form abzugehen und in die Diskussion zurückzukehren.

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