ÖH unterstützt Warnstreik des universitären Mittelbaus

Nicht Streik, sondern Unigesetz geht zu Lasten der Studierenden

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) unterstützt den morgigen Warnstreik der UniassistentInnen gegen das geplante Universitätsgesetz 2002. Die Studierenden bringen dadurch einerseits ihre Solidarität mit den AssistentInnen, andererseits ihren eigenen Unmut zum geplanten Gesetz zum Ausdruck. Neben parteipolitischen Einfluss im Unirat, den Ausschluss der Universitätsangehörigen von jeglicher Entscheidungsfindung, der unklaren Finanzierung der Reform, der Verschulung der Studien, der Degradierung des Mittelbaus zu StudienassistentInnen sowie der Studierenden zu Kunden, bringt das Gesetz massive konkrete Verschlechterungen für Studierende und Hürden im Studienfortgang. Unter anderem werden die Anzahl der Prüfungswiederholung reduziert, die Einführung von Knock-Out-Prüfungen ermöglicht, die Zahl der im Semester angebotenen Prüfungstermine herabgesetzt, die internationale Anrechenbarkeit von Prüfungen erschwert, Studierende aus der Studienplangestaltung ausgeschlossen und der Rechtsschutz für Studierende in einen Graubereich verschoben.

"Gegen diese Reform ist das Mittel des Streiks nicht nur wichtig sondern gerade zu notwendig", so ÖH-Vorsitzende Anita Weinberger. "Unkenrufen, die uns ausrichten, dass der Streik auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen wird, kann ich nur entgegenhalten: Was auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen wird, ist dieses Unigesetz! Durch den Warnstreik verlieren die Studierenden vielleicht eine Lehrveranstaltung, durch die Reform verlieren sie ihrer Rechte."

Andrea Mautz, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, fügt hinzu: "Nachdem bislang weder auf unsere schriftlichen Kritikpunkte am Gesetzesvorschlag eingegangen, noch eine ernsthafte Diskussion über das Gesetz geführt wurde, bleibt der Warnstreik, um nachdrücklich die Rücknahme des Gesetzes zu fordern. Wenn Ministerin Gehrer daran interessiert ist eine Universitätsreform im Konsens mit den Beteiligten zu erarbeiten, ist sie dazu aufgefordert, den Gesetzesvorschlag zurückzuziehen und eine breite Diskussion mit den Betroffenen zu starten." Und abschließend: "Die Reform kann nur mit der Universität und ihren Angehörigen gemacht werden, nicht gegen sie."

Rückfragen & Kontakt:

Answer Lang
ÖH-Pressesprecher
Tel.: 01/310-88-80/59 bzw. 0664/528-51-90

Osterreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO/NHO