Böhmdorfer: Qualität der Jugendgerichtsbarkeit bleibt erhalten

An der bewährten Jugendgerichtsbarkeit und an der Qualität des Jugendstrafvollzuges werde selbstverständlich nicht gerüttelt, bekräftigte heute Justizminister Dr. Dieter Böhmdorfer seine Reformpläne rund um die Jugendgerichtsbarkeit in Wien.*****

Die Jugendstrafsachen würden weiterhin von besonders spezialisierten Richtern und Staatsanwälten behandelt, im Jugendstrafvollzug sei die Trennung von jugendlichen und erwachsenen Straftätern gewährleistet, so Böhmdorfer. In der Justizanstalt Josefstadt werde bis Ende des Jahres ein spezieller Trakt für jugendliche Untersuchungshäftlinge eingerichtet, die jugendlichen Strafhäftlinge würden vorerst in den Justizanstalten Erdberg bzw. Gerasdorf bleiben.

Mittelfristig plane man die Errichtung einer modernen Jugendstrafvollzugsanstalt im Vorstadtbereich von Wien und die Veräusserung der Justizanstalt Erdberg. Dort könnten die Jugendlichen als Freigänger (die Jugendlichen arbeiten tagsüber ausser Haus) besser auf das Leben in Freiheit vorbereitet werden.

Die Bedenken, die Jugendkriminalität in Wien werde aufgrund der Reform steigen, teile er, Böhmdorfer, keinesfalls. "Meine wesentlichen Prinzipien im Strafvollzug sind: Sicherheit der Bevölkerung und Resozialisierung der Täter. In beiden Bereichen wird die Organisationsreform keine Qualitätseinbußen bringen. Im Gegenteil, durch die mittelfristig geplante moderne Jugendstrafvollzugsanstalt werden die Resozialisierungsmöglichkeiten wesentlich verbessert werden."

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