Weltrekord: Längster Beschwerdebrief der Welt

AktionsGemeinschaft übergibt rekordverdächtige Sammlung von Missständen an Ministerin Gehrer

Wien (OTS) - Der Bundesobmann der AktionsGemeinschaft (AG), Christoph Rohr bringt es auf den Punkt: "Selten hat eine Aktion auf Österreichs Universitäten derart weite Kreise gezogen. Ich muss mich bei allen, die zum Gelingen der Aktion beigetragen haben, bedanken." Bei der heutigen Pressekonferenz präsentierte Rohr den "längsten Beschwerdebrief der Welt", der im Zuge der Kampagne seiner Fraktion zustande gekommen war. Exemplarisch listete er die am häufigsten genannten Missstände auf Österreichs Universitäten auf und verknüpfte sie sogleich mit den Forderungen der AktionsGemeinschaft an die Unireform: "Die Studierendenrechte müssen wieder stark im Gesetz verankert werden. Eine Verschlechterung, wie derzeit vorgesehen, ist für uns nicht akzeptabel."

Rohr forderte in diesem Zusammenhang die Wiederverankerung von drei Prüfungsterminen pro Semester und eine Erhöhung der Antrittsmöglichkeiten zu Prüfungen von vier bzw. fünf Mal je Abschnitt. Aufbauend auf die Missstände forderte Rohr weiters eine Evaluierung der Lehre mit Konsequenzen. "Ansonsten führt sich dieses Kontrollsystem ad absurdum. Die Ergebnisse sollten zudem veröffentlicht werden müssen; als Konsequenzen für schwarze Schafe sind Nachschulungen, in besonders schweren Fällen der Entzug der Lehrveranstaltung denkbar." Unumgänglich ist für die AG auch die gesetzliche Verankerung der Mitspracherechte von Studierenden in studienrelevanten Angelegenheiten: Beispielsweise durch ein Gremium unterhalb des Senats, das sich u. a. mit der Erstellung der Studienpläne befasst (vergleichbar den derzeitigen Studienkommissionen). "Hier haben Studierenden schon oft Kompetenz bewiesen."

Kritik übte der Bundesobmann von Österreichs größter Studierendenfraktion an der derzeitigen ÖH-Führung (VSSTÖ/GRAS/KSV). Konkret warf er ihr die Verletzung ihrer Pflichten vor, indem sie die Gespräche mit dem Ministerium boykottiere. Die AG hätte bewiesen, dass Hartnäckigkeit sehr wohl Verhandlungsvorteile bewirken können. Die AG werde nun sehr genau auf die Einhaltung der getroffenen Zusagen seitens des Ministeriums achten. Im Anschluss an die Pressekonferenz erfolgte die persönliche Übergabe des Beschwerdebriefes und der Forderungen an Ministerin Gehrer.

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