ÖGB: Scharfe Kritik an ÖH-"Umgestaltungsplänen" der FPÖ

Csörgits: Wäre massive Schwächung der Interessenvertretung der Studierenden

Wien (ÖGB). "Den heute von FP-Wissenschaftssprecher Martin Graf angedachten Umgestaltungsplänen für die Österreichische Hochschülerschaft, die auf eine Auflösung der Bundes-ÖH abzielen, erteilen wir eine klare Absage. Die FPÖ versucht damit eindeutig, die Interessenvertretung der Studierenden zu schwächen", reagiert ÖGB-Vizepräsidentin Renate Csörgits auf den heutigen Vorstoß von FP-Nationalratsabgeordneten Martin Graf zur "Umgestaltung" der ÖH.++++

Als "fadenscheinig" bezeichnet Csörgits den Vorwand des FP-Abgeordneten für die Infragestellung der Bundes-ÖH. "Herr Graf spricht davon, dass das Ministerium als natürliches Vis-a-Vis der Bundes-ÖH durch die Unireform an Einfluss verliert. Als Wissenschaftssprecher seiner Partei sollte er wissen, dass das nicht stimmt. Die geplante Uni-Reform bringt über die Bestellung des Universitätsrats einen klaren Machtzugewinn für das Ministerium bzw. die Bundesregierung", stellt Csörgits fest.

Nach der Schwächung der Studierendenvertretung durch die geplante Unireform solle nun in einem zweiten Schritt offensichtlich die Österreichische Hochschülerschaft selbst demontiert werden. "Wir erklären uns solidarisch mit der ÖH. Genau so wie die ArbeitnehmerInnen starke Interessenvertretungen brauchen, ist das in Zeiten der Studiengebühren auch für die Studierenden wichtiger denn je. Wir sagen ein klares Nein zu den Demontageplänen der FPÖ", so Csörgits abschließend. (mfr)

ÖGB, 22. April 2002
Nr. 362

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