GPA: Sparkassenkollektivvertrag abgeschlossen

Dauerwirksame Erhöhung aller Schemata um 2,5%, plus Euro 5,50

Wien (GPA). Nach schwierigen Verhandlungen konnte am vergangenen Donnerstag der neue Kollektivvertrag für die Beschäftigten in Sparkassen abgeschlossen werden. In Umsetzung der Ergebnisse aus der Globalrunde Finance wurde eine dauerwirksame Erhöhung aller Schemata um 2,5% plus eine Zahlung von weiteren Euro 5,50 vereinbart. Damit ist eine durchschnittliche Erhöhung von 2,81 % und somit ein Abschluss über der Inflationsrate erreicht. Bei den Lehrlingsentschädigungen liegt eine Erhöhung von durchschnittlich 3% vor. Die Kinderzulagen steigen um Euro 2, bei der Bankshop-Zulage wurde eine Anhebung auf Euro 74 vereinbart. Die Wirksamkeit des neuen Sparkassen-KVs ist mit 1.1.2002 festgesetzt.++++

Das Verhandlungsteam des Bundesausschusses Sparkassen in der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) sieht ein äußerst zufrieden stellendes Ergebnis, das nicht zuletzt durch den hohen Organisationsgrad in diesem Wirtschaftsbereich zustande gekommen ist. Insbesondere die Abwehr der von Dienstgeberseite anstelle einer dauerwirksamen Inflationsabgeltung forcierten Einmalzahlung, die eine "kalte" Schemareform nach sich gezogen hätte, wird als Erfolg unterstrichen.

Neben den Besoldungsvereinbarungen konnten im neuen Sparkassenkollektivvertrag auch wesentliche Inhalte und Maßnahmen mit nachhaltiger Wirkung vereinbart werden. Vor dem Hintergrund der Pensionskassenperformance im Jahr 2001 wurden etwa Sondermaßnahmen beschlossen, die eine Milderung des schlagend gewordenen Kapitalmarktrisikos bewirken sollen.

Einen entscheidenden Fortschritt stellt der neue Sparkassenkollektivvertrag vor allem aus Sicht der beschäftigten Frauen im Sparkassenbereich dar: Erstmals konnte das Prinzip der Chancengleichheit verankert und die Verpflichtung zu konkreten beruflichen Förderungsmaßnahmen für Frauen fixiert werden. Auch Detailvereinbarungen bezüglich Erweiterung des KV-Geltungsbereiches bzw. im Rahmen des KV-Schwerpunktes Bildung berücksichtigen ausdrücklich frauenspezifische Auswirkungen.

ÖGB, 22. April 2002
Nr. 360

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