SCHWARZENBERGER: HOLZVORRAT STEIGT - WALDWIRTSCHAFT IST NATURNAHE UND NACHHALTIG

Österreichischer Waldbericht 2001 und der Wildschadensbericht 2000 dem Parlament zugeleitet

Wien, 22. April 2002 (ÖVP-PK) Am kommenden Freitag werden in einer Sitzung des Landwirtschaftsausschusses zwei wichtige Berichte behandelt: der Österreichische Waldbericht 2001 und der Wildschadensbericht 2000. Der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses, ÖVP-Abg. Georg Schwarzenberger, streicht die große Bedeutung der Ausschussarbeit hervor. "Die Behandlung von Berichten der Bundesregierung in den Ausschüssen ist ein wichtiger Bestandteil der parlamentarischen Kontrolle. Wenn Berichte im Ausschuss enderledigt werden, sind diese Beratungen sogar öffentlich", sagt der Salzburger Agrarpolitiker dazu.****

Die wichtigsten Eckpunkte der Berichte: Nach den Ergebnissen der Österreichischen Waldinventur 1992-96 steht in Österreich einer jährlichen Holznutzung von 19,5 Millionen Vorratsfestmeter (Vfm) ein Holzzuwachs von 27,3 Millionen Vfm gegenüber. Der gesamte Holzvorrat in den Wäldern ist auf 988 Millionen Vfm angestiegen. Weiterhin zunehmend ist auch die Waldfläche, die seit der letzten Inventurperiode jährlich um 7.700 Hektar auf insgesamt 3,92 Millionen Hektar (46,8 Prozent des Bundesgebietes) angewachsen ist. Österreich ist somit das nach Slowenien dichtest bewaldete Land Mitteleuropas. Über die rein quantitativen Aussagen hinaus lassen die Inventurergebnisse auch einen Trend zu naturnaher Waldwirtschaft erkennen: Steigende Laub- und Mischwaldanteile, sinkender Kahlschlaganteil, und auf mehr als 50 Prozent der Fläche wird mit Naturverjüngung gearbeitet, führte Schwarzenberger aus.

Im Spätsommer 2000 begannen die Erhebungen zur neuen Österreichischen Waldinventur, die bis 2002 dauern werden und noch stärker auf ökologische Fragestellungen eingehen. Der Handel mit Holz und Holzprodukten ist für Österreich von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Mit fast 47 Prozent Waldanteil an der Staatsfläche und 171.000 Forstbetrieben nimmt der Wald eine wichtige Stelle im Hinblick auf das bäuerliche Einkommen und die Wertschöpfung im ländlichen Raum ein. "Wenn man den Exportwert aller Forst- und Holzprodukte inklusive Papier und Pappe heranzieht - im Jahr 2000 waren es rund sechs Milliarden Euro - dann ist die Holzwirtschaft neben dem Tourismus der größte Devisenbringer des Landes", weiß Georg Schwarzenberger.

Die Gesamtergebnisse der Wildschadensmeldungen 2000 der Bezirksforstinspektionen zeigen abermals eine leichte Verschlechterung der Verbisssituation. Der bis 1998 beobachtete positive Trend - sehr langsamer, aber steter Rückgang der Verbiss-und Schälschäden - ist damit offenbar unterbrochen. Rund zwei Drittel aller österreichischen Wälder sind durch Verbiss so stark beeinträchtigt, dass die Verjüngung mit den waldbaulich erforderlichen Baumarten nicht oder nur mit Hilfe von Schutzmaßnahmen möglich ist, lautet das Resümee der Autoren. Fast ein Viertel aller Stangenholzflächen weist Schälschäden auf. Eine bereits eingerichtete Projektgruppe will durch Maßnahmen wie Forcierung der natürlichen Waldwirtschaft und gezielter Förderprogramme die Situation verbessern.

"Wir werden uns am Freitag im Ausschuss sehr genau mit diesen Berichten befassen. Durch die Praxis, dass die Berichte im Ausschuss enderledigt werden, wird unsere Arbeit aufgewertet", so Georg Schwarzenberger, der übrigens am Tag genau vor 20 Jahren als Abgeordneter zum Nationalrat angelobt wurde, abschließend. (Schluss)

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