Wolfsbergs Lymphklinik ist Vorzeigemodell für Österreich

Dank von Minister Haupt, LH Haider und LHStv. Ambrozy an Pionier Prim. Walter Döller - Forderungen: Ausbau zu Kompetenzzentrum, Neuregelung bei Tagsätzen, Ausbau der Bettenkapazität - Klares Bekenntnis zum Erhalt aller Krankenhäuser

Klagenfurt (LPD) - Heute wurde das 1. Österreichische Zentrum für Lymphologie im LKH Wolfsberg offiziell eröffnet. Sozialminister Herbert Haupt, Landeshauptmann Jörg Haider und Kärntens Gesundheits-und Krankenanstaltenreferent LHStv. Peter Ambrozy sprachen in einer Pressekonferenz in Wolfsberg von einem "Vorzeigemodell für ganz Österreich" und würdigten insbesondere die Aufbauleistungen und den Pionier der Lymphklinik, deren Leiter Primarius Walter Döller.

Haider und Ambrozy sprachen sich dafür aus, aus dem derzeitigen Pilotprojekt eine Dauereinrichtung zu machen. Die Lymphklinik sollte zu einem Kompetenzzentrum ausgebaut werden. Weiters richteten die beiden Politiker an den Hauptverband der Sozialversicherungsträger die Forderung nach Nachbesserung der Tagsätze für den Pflegebereich der Lymphbehandlung, um eine Kostendeckung zu erreichen. Derzeit gibt es einen Abgang von jährlich 436.037 Euro, der für zwei Jahre bis zur Neuregelung vom Land abgedeckt wird. Zudem wurde von Haider und Ambrozy die Ausweitung der Bettenkapazität auf bis zu 60 Betten verlangt.

Sozial- und Gesundheitsminister Herbert Haupt sagte, dass er die Forderungen der Kärntner Landespolitik unterstützen wolle. Er betonte, die Wichtigkeit der neu geschaffenen Lymphklinik, damit sei ein gutes Stück Gesundheitspolitik umgesetzt worden. Er wies auch auf den großen volkswirtschaftlichen Nutzen hin, da durch diese Einrichtung eine Rückkehr in die Arbeitswelt ebenso ermöglicht werde wie auch eine massive Verbesserung der Lebensqualität für die Betroffenen. Weiters gab Haupt bekannt, dass die Grundlagen für einen neuen Gesundheitsberuf, nämlich des Heilmasseurs nach deutschem Vorbild, geschaffen worden seien.

Von einem erfolgreichen Tag für die Kärntner Gesundheitspolitik und einer großen Chance für Wolfsberg sprach der Landeshauptmann. Das Projekt Lymphklinik sei bedeutend für ganz Österreich. Landeshauptmann und Gesundheitsreferent betonten unisono, dass es zu keiner Einschränkung der Gesundheitsversorgung in Kärnten kommen und auch kein Kärntner Spital geschlossen werden dürfe.

Für Ambrozy hat das Pilotprojekt, das seit wenigen Wochen in Betrieb ist, seine Notwendigkeit durch seine hundertprozentige Auslastung bereits unter Beweis gestellt. Die Lymphklinik bedeute einen Meilenstein im Kärntner Gesundheitswesen und sei ein Vorzeigeprojekt für Österreich. Der Gesundheitsreferent kündigte weitere Ausbauschritte des LKH Wolfsberg an: Neugestaltung der Chirurgie, einen Küchenausbau und Umsetzung der Geriatrie. Der Umbau für die Lymphklinik wurde mit 181.682 Euro beziffert. Den Abgang von 436.037 Euro jährlich deckt für zwei Jahre das Land ab. Österreichweit leiden rund 60.000 Menschen an Erkrankungen des Lymphsystems. (Schluss)

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