• 22.04.2002, 12:07:44
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Wolfsbergs Lymphklinik ist Vorzeigemodell für Österreich

Dank von Minister Haupt, LH Haider und LHStv. Ambrozy an Pionier Prim. Walter Döller - Forderungen: Ausbau zu Kompetenzzentrum, Neuregelung bei Tagsätzen, Ausbau der Bettenkapazität - Klares Bekenntnis zum Erhalt aller Krankenhäuser

Klagenfurt (LPD) - Heute wurde das 1. Österreichische Zentrum für
Lymphologie im LKH Wolfsberg offiziell eröffnet. Sozialminister
Herbert Haupt, Landeshauptmann Jörg Haider und Kärntens Gesundheits-
und Krankenanstaltenreferent LHStv. Peter Ambrozy sprachen in einer
Pressekonferenz in Wolfsberg von einem "Vorzeigemodell für ganz
Österreich" und würdigten insbesondere die Aufbauleistungen und den
Pionier der Lymphklinik, deren Leiter Primarius Walter Döller.

Haider und Ambrozy sprachen sich dafür aus, aus dem derzeitigen
Pilotprojekt eine Dauereinrichtung zu machen. Die Lymphklinik sollte
zu einem Kompetenzzentrum ausgebaut werden. Weiters richteten die
beiden Politiker an den Hauptverband der Sozialversicherungsträger
die Forderung nach Nachbesserung der Tagsätze für den Pflegebereich
der Lymphbehandlung, um eine Kostendeckung zu erreichen. Derzeit gibt
es einen Abgang von jährlich 436.037 Euro, der für zwei Jahre bis zur
Neuregelung vom Land abgedeckt wird. Zudem wurde von Haider und
Ambrozy die Ausweitung der Bettenkapazität auf bis zu 60 Betten
verlangt.

Sozial- und Gesundheitsminister Herbert Haupt sagte, dass er die
Forderungen der Kärntner Landespolitik unterstützen wolle. Er
betonte, die Wichtigkeit der neu geschaffenen Lymphklinik, damit sei
ein gutes Stück Gesundheitspolitik umgesetzt worden. Er wies auch auf
den großen volkswirtschaftlichen Nutzen hin, da durch diese
Einrichtung eine Rückkehr in die Arbeitswelt ebenso ermöglicht werde
wie auch eine massive Verbesserung der Lebensqualität für die
Betroffenen. Weiters gab Haupt bekannt, dass die Grundlagen für
einen neuen Gesundheitsberuf, nämlich des Heilmasseurs nach deutschem
Vorbild, geschaffen worden seien.

Von einem erfolgreichen Tag für die Kärntner Gesundheitspolitik und
einer großen Chance für Wolfsberg sprach der Landeshauptmann. Das
Projekt Lymphklinik sei bedeutend für ganz Österreich.
Landeshauptmann und Gesundheitsreferent betonten unisono, dass es zu
keiner Einschränkung der Gesundheitsversorgung in Kärnten kommen und
auch kein Kärntner Spital geschlossen werden dürfe.

Für Ambrozy hat das Pilotprojekt, das seit wenigen Wochen in
Betrieb ist, seine Notwendigkeit durch seine hundertprozentige
Auslastung bereits unter Beweis gestellt. Die Lymphklinik bedeute
einen Meilenstein im Kärntner Gesundheitswesen und sei ein
Vorzeigeprojekt für Österreich. Der Gesundheitsreferent kündigte
weitere Ausbauschritte des LKH Wolfsberg an: Neugestaltung der
Chirurgie, einen Küchenausbau und Umsetzung der Geriatrie. Der Umbau
für die Lymphklinik wurde mit 181.682 Euro beziffert. Den Abgang von
436.037 Euro jährlich deckt für zwei Jahre das Land ab.
Österreichweit leiden rund 60.000 Menschen an Erkrankungen des
Lymphsystems. (Schluss)

Rückfragehinweis: Kärntner Landesregierung

Landespressedienst
Tel.: (0463) 536-2852
http://www.ktn.gv.at/index.html

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