Drei Monde zum Fliegen - Schmuck von Liliana Reyes

Museum für Völkerkunde, 25. April - 14. Juli 2002

Wien (OTS) - Museum für Völkerkunde Wien
Neue Burg, 1014 Wien
http://www.ethno-museum.ac.at

Pressekonferenz: Mi, 24. April 2002, um 10.30 Uhr

In der Ausstellung "Drei Monde zum Fliegen - Schmuck von Liliana Reyes" präsentiert das Museum für Völkerkunde mehr als 100 Werke der kolumbianischen Künstlerin Liliana Reyes. Ihre Arbeiten stammen aus den letzten zehn Jahren und sind erstmals nach Kolumbien, Brasilien und Deutschland in Österreich zu sehen.

Das Museum für Völkerkunde stellt ihre einzigartigen Schmuckstücke deswegen vor, weil sie das Produkt verschiedener Kulturtraditionen sind und wahrscheinlich geht daher von ihnen eine besondere Ausstrahlung aus. Nach ihrer Herkunft ist zunächst die latino-westliche Tradition ein wesentliches Element; ihre Forschungsreisen und prägenden Erlebnisse bei indianischen Ethnien und afrikanischen Enklaven in verschiedenen Regionen Kolumbiens bilden die beiden anderen Komponenten ihrer Schmuckkunst.

Die indianischen und afro-kolumbianischen Elemente ihrer Schmuckobjekte manifestieren sich insbesondere in den im Westen eher nicht gebräuchlichen Materialien für Schmuck. Am auffälligsten an vielen Schmuckstücken ist für uns zweifellos die Verwendung von Federn. Jedoch war und ist das indigene Südamerika das Federschmuckgebiet par excellence. Besonders die Farbenpracht der tropischen Vogelarten inspirierte die Eingeborenen dieser Region zu den kunstvollsten Werken. Gleichsam als Paradigma für die Intuitionen von Liliana Reyes ist ein Halsschmuck aus Federn einer indianischen Ethnie aus den Beständen des Museums für Völkerkunde in der Ausstellung zu sehen. Aus dem gleichen Grund ist auch eine der voreuropäischen Goldarbeiten aus Kolumbien - eine Froschfigur der Tairona-Kultur - in der Ausstellung vertreten, die ebenfalls eine Quelle der Inspiration für Liliana Reyes darstellen. Weitere Materialien sind neben Gold und Silber insbesonders Samenkörner, Haare, verschiedene Pflanzenfasern, Holz, Steine, Mineralien, Knochen und vegetabiles Elfenbein. Letzteres ist der Kern einer Palmnuß (Phytelephas macrocarpa), in Kolumbien als "tagua" bezeichnet.

Der besondere Reiz ihrer oftmaligen Schmuck-Skulpturen liegt jedoch in der Kombination der "alten" Materialien mit dem modernen kreativen Design. Davon geht eine besondere Faszination aus und daher sind ihre Kreationen keine herkömmlichen Schmuckstücke sondern Kunstwerke, die am Körper getragen werden können. Dazu tragen sicher auch die phantasievollen und dennoch zutreffenden Bezeichnungen der einzelnen Schöpfungen bei, wie auch der Titel der Ausstellung aufzeigt.

Öffnungszeiten
Täglich außer Dienstag 10 bis 18 Uhr

Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der die wichtigsten und gleichzeitig signifikantesten Schmuckstücke vorstellt.

Rückfragen & Kontakt:

Abt. für Öffentlichkeitsarbeit und Presse
Kunsthistorisches Museum
mit Museum für Völkerkunde (MVK) und
Österreichisches Theatermuseum (ÖTM)
1010 Wien, Burgring 5
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