24. April: Welttag des Versuchstieres

Wien (OTS) - "Schluss mit der Förderung von Tierversuchen", verlangt Gerda Matias, Initiatorin des Tierschutz-Volksbegehrens und Präsidentin des Internationalen Bundes der Tierversuchsgegner (IBT), anläßlich des Tages des Versuchstieres, der weltweit am 24.4. begangen wird. "Denn die Finanzierung von Tierversuchen mit öffentlichen Mitteln führt unweigerlich zu einem Anstieg von Tierversuchen, zuletzt fast um ein Drittel", begründet Gerda Matias ihre Forderung.

Auch innerhalb der EU ist keine Verringerung von Tierversuchen in Sicht. Die politische Ignoranz gegenüber dem millionenfachen Leid der Versuchstiere ist erschütternd. Das Verbot von Tierversuchen für Kosmetika ist noch immer nicht in Kraft getreten. Jüngst legte die EU-Kommission einen Plan zur Prüfung aller Alt-Chemikalien vor, was für etwa 13 Millionen Tieren einen qualvollen Vergiftungstod bedeutet. Auch die Herstellung, Patentierung und Vermarktung von geklonten und transgenen Tieren boomt gnadenlos weiter.

"Das traurige ist jedoch, dass die Tierversuche völlig sinnlos sind, da sich die Ergebnisse aus dem sterilen Labor nicht auf die komplexe und individuelle Situation des Menschen übertragen lassen", so Romana Rathmanner, Mitglied der im Wissenschaftsministerium angesiedelten Kommission gemäß § 13 Tierversuchsgesetz. "Man muss sich ja fragen, warum trotz der Testung aller Substanzen im Tierversuch die Umweltverschmutzung, die Belastung von Lebensmitteln mit Giftstoffen (z.B. Pestizide in Paprika) und Arzneimittelkatastrophen ständig zunehmen. Erst kürzlich musste die Firma Elan eine Studie mit einem Alzheimer-Impfstoff, der vorher an Tieren getestet wurde, beenden, weil 15 Menschen daran starben."

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Fax: +43/1/713 08 24
rathmanner@tierversuchsgegner.at

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