ÖBB: Lärmschutzwand Wien-Baumgarten fertig errichtet

Weitere Verbesserung der Lebensqualität für Tausende Wiener in Arbeit

Wien (OTS) - Fünf Monate lang wurde Tag und Nacht gebaut - heute, Freitag, wurde das letzte fehlende Segment der neuen Lärmschutzwand im Bereich des Blinden- und Sehbehindertenwohnheimes Wien Baumgarten montiert. Damit verbessert sich für Hunderte Wienerinnen und Wiener im Bereich der Westbahnstrecke in Wien Penzing die Lebensqualität nachhaltig. Bei laufendem Betrieb haben die ÖBB Lärmschutzwände im Umfang von knapp 400 m errichtet. Rund 640.000 Euro wurden in diese Lärmschutzmaßnahmen investiert. "Für die anwohnende Bevölkerung bedeutet diese Fertigstellung eine wesentliche Verbesserung für ihr Wohlbefinden", betonte ÖBB Generaldirektor Stv. Helmut Hainitz in seiner Eröffnungsrede und verwies auf das nächste Lärmschutzprojekt -in Leopoldau -, dessen Realisierung noch heuer beginnt.

BMVIT und Stadt Wien forcieren Lärmschutzprojekte

Der Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie, DI Dr. Karl Kienzer, brachte seine Befriedigung darüber zum Ausdruck, "dass der Startschuss für die schalltechnische Sanierung der Eisenbahn-Bestandsstrecken in Wien gerade mit diesem wichtigen Projekt gegeben werden konnte."

Seitens der Stadt Wien betonte LAbg. Gemeinderat Mag. Andreas Schieder, "dass gerade in Zeiten steigender Mobilität es notwendig ist, negative externe Effekte zu reduzieren." Daher sei es besonders erfreulich, dass der lang gehegte Wunsch nach einer Lärmschutzwand in Baumgarten nun in rascher Zeit fertig gestellt werden konnte. Die betroffenen Bewohner des Blindenwohnheimes sind besonders lärmempfindlich. "Gemeinsam mit anderen Investitionen - Leitsystemen etc. - konnte nun mit der Lärmschutzwand deren Lebensqualität erheblich verbessert werden," so GR Schieder. Seitens der Stadt Wien wurde auch die Wichtigkeit kommender Lärmschutzprojekte entlang Wiener Bahnstrecken unterstrichen.

Lärmschutzwand beim Blindenwohnheim Baumgarten

Die Fertigstellung der exakt 385 m langen Lärmschutzwände im Bereich des Blindenwohnheimes Wien Baumgarten (Wien, 14.) ist der Beginn umfassender Lärmschutzmaßnahmen entlang von Eisenbahn-Bestandsstrecken in ganz Wien. Auf Basis eines gesonderten Übereinkommens zwischen Bund (SCHIG), Land Wien, der Österreichischen Blindenwohlfahrt und den ÖBB konnten die Lärmschutzmaßnahmen in knapp fünf Monaten errichtet werden. Mit einer Gesamtfläche der Lärmschutzwände von 1.950 m2 und einer Höhe von zum Teil über 5 m wurden alle Möglichkeiten der maximalen Schall-und Lärmdämpfung ausgeschöpft. Für die Wiener Bevölkerung in diesem Abschnitt der Westbahn, insbesondere aber für die Bewohner des Blindenwohnheimes, leisten diese Lärmschutzmaßnahmen einen ganz wichtigen Beitrag zur Lebensqualität, zumal blinde und sehbehinderte Menschen Lärmeinflüsse überdurchschnittlich stark wahrnehmen.

Das Investitionsvolumen des Gesamtprojektes beläuft sich auf 640.000 Euro. Getragen werden diese Kosten zu 50% vom Bund und zu 50% von der Stadt Wien und der Österreichischen Blindenwohlfahrt. Die ÖBB stellten ihr fachspezifisches Know-How zur Verfügung und übernahmen Planung und Errichtung der Lärmschutzwände.

Umfassende Lärmschutzmaßnahmen in Wien

In den kommenden Jahren werden weitere, umfassende Lärm- und Schallschutzmaßnahmen für Tausende Wiener realisiert. Sechs Lärmschutzprojekte entlang von Eisenbahn-Bestandsstrecken in Wien befinden sich derzeit in der Planungsphase. Allein für die Planung wurden 270.000 Euro bereit gestellt. Mit der Errichtung dieser kombinierten Schallschutzmaßnahmen (Lärmschutzwände und Lärmschutzfenster) wird 2003 begonnen werden.

Konkret sind das die Projekte:

- Westbahn, im Bereich Johnstraße - Ameisgasse

- Südbahn, im Bereich Kliebergasse - Siebenbrunnengasse

- Nordbahn, im Bereich Praterstraße - Hellwagstraße

- S 80, Bahnhof Stadlau- Smolagasse, Bahnhof Stadlau -

Donaustraße

- Nordwestbahnhof, im Bereich Taborstraße - Stromstraße

- Donauuferbahn, im Bereich Reichsbrücke - Stadlauer

Donaubrücke

Für das nächste, bevorstehende Lärmschutzprojekt in Leopoldau liegt der Durchführungsvertrag in Kürze vor. Die Einreichplanung ist abgeschlossen und wurde bereits zur behördlichen Genehmigung vorgelegt. Das Projekt in Leopoldau sieht Lärmschutzmaßnahmen im Ausmaß von rund 3.200m (ca. 6.400 m2 Lärmschutzwände) rechts und links der Bahn vor. Neben Schallschutzwänden sollen auch Schallschutzfenster errichtet werden. Mit dem Bau wird noch im laufenden Jahr 2002 begonnen. Kostenpunkt der Realisierung: 1,9 Mio. Euro.

Grundlage für die Lärmschutzmaßnahmen entlang von Eisenbahn-Bestandsstrecken in Wien ist ein Übereinkommen zwischen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und Land Wien, in welchem die grundsätzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere ein Finanzierungsschlüssel von 50 % Bund : 50 % Land Wien, festgelegt sind.

Lärmschutzmaßnahmen Österreichweit

Über 310.000 Menschen sind von Lärmimmissionen bei Eisenbahn-Bestandsstrecken in Österreich unmittelbar betroffen. Mit über 140 Gemeinden wurden bisher entsprechende Verträge bzw. Vereinbarungen zur Errichtung von Lärmschutzmaßnahmen geschlossen. Für über 150.000 Menschen wurden bzw. werden Planung für entsprechenden Lärmschutz angestellt. Für über 100.000 Menschen wurde bzw. wird gegenwärtig ein entsprechender Lärmschutz an Eisenbahn-Bestandsstrecken errichtet.

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