"Pröll-Umfrage" bestätigt FP-Forderung nach U-Verlängerung

NÖ Rechnungshof soll jetzt Prölls private Werbeagentur "LAK" prüfen

St. Pölten (OTS) - "Dafür, daß man es endlich schriftlich hat, daß mehr als die Hälfte der Niederösterreicher mit den Verkehrsbedingungen nicht zufrieden ist und das nördliche Grenzland sich wirtschaftlich verraten fühlt, dafür hätte es keiner Millionen Steuergeld bedurft, da hätte man gleich uns - und das völlig kostenlos - fragen können!". So reagierte heute die freiheitliche Klubobfrau im NÖ Landtag, Barbara Rosenkranz, auf die nunmehr von der Landesakademie durchführte und veröffentlichte "Meinungsumfrage der ÖVP", die - ihrer Meinung nach - einzig und allein der "Bewerbung von Landeshauptmann Pröll" gedient habe. ****

Die freiheitliche Klubchefin will daher unbedingt den Rechnungshof einschalten, denn Landeshauptmann Pröll dürfe nicht glauben, sich ewig mit dem Steuergeld der niederösterreichischen Bevölkerung "ins Rampenlicht stellen zu können". Rosenkranz. "Die Steuerzahler müssen darüber aufgeklärt werden, ob sie außer dieser "Pröll-Umfrage" noch weitere parteipolitische Aktionen der Volkspartei und ihres Landeshauptmanns finanziert haben!"

Was den Verkehr im Wiener Umland betreffe, so seien die NÖ Freiheitlichen auch weiterhin der Meinung, daß nur einer Verlängerung der Wiener U-Bahn ins benachbarte Niederösterreich das tägliche "Stau-Chaos" vor den Toren der Bundeshaupt entscheidend "lindern" könne. Eine Alternative im Süden Wiens wäre die teilweise Weiterführung der Badner Bahn in die U-Bahnlinie 6 und somit in das Wiener U-Bahnnetz. Rosenkranz: "Es ist statistisch bewiesen, daß Autofahrer schon deswegen den öffentlichen Verkehr meiden, weil die durch Umsteigen wertvolle Zeit verloren geht!" Nur 30 Millionen Schilling würde dieses Projekt kosten, bei dem die Badner Bahn "gesplittet" entweder - wie üblich - bis zur Oper oder auf den Gleisen der U6 - besonders in Verkehrsspitzenzeiten - bis nach Florisdorf geführt würde. Ein Probebetrieb, so die FP-Mandatarin, wäre daher schon angesichts der derzeitigen Fahrbehinderungen auf der A2 durch dringende Ausbauarbeiten extrem sinnvoll. "Zum Thema U-Bahn über die Stadtgrenze sind sowohl Pröll als auch Häupl gefordert. Wir werden und bei Minister Reichhold für einen ‚U-Bahn-Gipfel' einsetzen!"

Während bezüglich der wirtschaftlichen Situation in der Grenzregion andere von einem "Runden Tisch" reden, hätten die Freiheitlichen längst gehandelt. Mit der Gründung des Vereins "Pro Grenzland" durch den freiheitlichen Landtagsabgeordneten Gottfried Waldhäusl solle die wirtschaftlich angespannte Situation im nördlichsten Landesteil entschärft und die Bevölkerung von einer weiteren Abwanderung abgehalten werden. Es dürfe nicht weiter angehen, so Rosenkranz, daß diejenigen Bezirke, die nächst der Grenze liegen, praktisch "entvölkert würden". Bei der vergangenen Volkszählung seien Gmünd (minus 14,3%), Waidhofen an der Thaya (minus 12,9), Horn (minus 11,8) und Zwettl (minus 9,0) die "Hauptverlierer" gewesen. "Die Folge einer Politik, die sich seit Beginn der Achtzigerjahre fast zu 100 Prozent auf ein mehr als fragwürdiges Hauptstadtprojekt konzentriert und die Grenzregion im Regen stehen gelassen hat!", so die FP-Politikerin. "Was bei einer EU-Osterweiterung für diese Region besser werden sollte, weiß anscheinend nur die ÖVP!"

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