DER STANDARD-Bericht: "Red Bull plant Schweizer Werk: Rauch Fruchtsäfte soll Partner sein - Absicherung gegen Handelskonflikte" - Erscheinungstag 17.4.2002

Rankweil/Fuschl (OTS) - Der österreichische Energydrinkkonzern Red Bull wälzt Pläne, gemeinsam mit seinem Vorarlberger Partner Rauch Fruchtsäfte ein Werk in der Schweiz zu errichten, möglichst unweit vom Rauch-Firmensitz Rankweil. Der Marktführer unter den heimischen Fruchtsaftherstellern ist der exklusive Lohnabfüller für die Salzburger Bullen. Im Vorjahr wurde erstmals mehr als eine Milliarde Dosen, genau 1,16 Milliarden, mit dem Koffein- Taurintrank befüllt und weltweit abgesetzt.

Roman Rauch, gemeinsam mit seinem Bruder Franz geschäftsführender Gesellschafter, sagt auf Standard-Anfrage in Sachen neuem Werk in der Schweiz: "Wir sind am Planen, es ist aber noch nicht hundertprozentig sicher." Im Moment seien in Rankweil noch Kapazitäten vorhanden. Red Bull will ja - der Standard berichtete - heuer auf ein Volumen 1,4 Milliarden Dosen steigern. Damit kommt man trotz Effizienzsteigerungen hart an die Kapazitätsgrenze.

Seitens Red Bull heißt es offiziell, man wälze derzeit "Planungsszenarien", im Laufe des Jahres sollen aber Entschiedungen fallen, es gehe schließlich um die Strategie für die nächsten Jahre.

Dem Vernehmen nach gäbe es mehrere Gründe für einen Standort außerhalb der EU: Erstens ist man bei Red Bull seit dem "Beefkrieg" 1999 zwischen den USA und der EU alarmiert. Es besteht die Angst, in einem Handelskonflikt von Strafzöllen getroffen zu werden, was den Bullen im wichtigsten Wachstumsmarkt USA schwer schaden könnte. Ein Abfüllwerk in den Vereinigten Staaten rechne sich aber wegen den Logistikkosten zwischen Ost- und Westküste nicht. Weiters überlegt die Red-Bull-Spitze, Teile des stetig wachsenden Headquarters von Fuschl am See möglicherweise auch in die Schweiz zu transferieren.

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