Österreichs Exporte in die USA 2001 um 12,4 Prozent gestiegen

WKÖ-Handelsdelegierter Bruno Freytag: "Auf Handel folgen Investitionen" - USA-Forum heute in Wien und morgen in Linz

Wien (PWK271) - "Die Vereinigten Staaten sind nach Deutschland und Italien sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen für Österreich der weltweit drittwichtigste Handelspartner. Dabei haben sich die österreichischen Exporte im Jahr 2001 mit einem Zuwachs von 12,4 % auf 3,93 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr besonders dynamisch entwickelt", kommentiert der österreichische Handelsdelegierte in New York, Bruno Freytag, die positive Entwicklung anlässlich des heute stattfindenden USA-Forums in der Wirtschaftskammer Österreich. Die wichtigsten Exportprodukte in die USA sind mit Maschinen und Apparaten weiterhin Produkte der "Old Economy, aber mit einem neuen Schwung", so Freytag.

In den letzten Jahren haben aber auch die österreichischen Exporte von Kraftfahrzeugen und die Zulieferungen zur KFZ-Industrie in die USA deutlich zugenommen und machen nunmehr bereits 13 % der österreichischen Gesamtausfuhren aus. Ein weiteres wichtiges Exportprodukt sind Pharmazeutika mit einem Wert von 340 Mio. Euro. Die österreichischen Importe aus den USA stiegen im Jahr 2001 um 2,7 % auf 4,22 Mrd. Euro, womit Österreich das Außenhandelsdefizit um 53 % vermindern konnte. Auch für 2002 sollte der schwache Euro den Absatz österreichischer Waren in den USA erleichtern.

"Auf Handel folgen Investitionen", meint Freytag im Hinblick auf das USA-Informationsforum. In den USA sind bei den Außenhandelsstellen New York, Chicago und Los Angeles derzeit 380 Niederlassungen österreichischer Unternehmen erfaßt. Betragsmäßig gesehen beliefen sich alle österreichischen Direktinvestitionen in den USA laut dem Bureau of Economic Analysis in Washington per Ende 2000 auf 3,17 Mrd. USD. Immer mehr US-Bundesstaaten errichten in Europa eigene Investitionsförderstellen, in Wien gibt es schon seit längerem eine für den Bundesstaat Utah. Umgekehrt haben sich bereits über 400 US-Unternehmen in Österreich angesiedelt, davon rund vier Fünftel in Wien und nutzen den Standort weiterhin auch für die Bearbeitung der umliegenden Märkte Zentral- und Osteuropas.

Die US-Wirtschaft scheint sich schneller als erwartet wieder vom weltweiten Wirtschaftsabschwung erholt zu haben. Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum des Jahres 2002 lauten bereits auf 3 %. Zu diesen positiven Aussichten ermutigt insbesondere das wiedergefundene Konsumentenvertrauen in die US-Wirtschaft sowie die wieder gestiegene Nachfrage nach Investitionsgütern. Das Erreichen eines ausgeglichenen Budgethaushaltes ist nach den tragischen Ereignissen des 11. September 2001 nur mehr ein langfristiges, jedoch kein kurzfristiges Ziel. Neben den Ausgaben zur Bekämpfung des Terrorismus kommen durch das kürzlich
verabschiedete wirtschaftliche Belebungspaket für den Staatshaushalt weitere Belastungen in Höhe von 42 Mrd. USD innerhalb der nächsten 10 Jahre dazu. Diese sollen in Form von Steueranreizen und verstärkten Staatsausgaben die Wirtschaft weiter beflügeln.

Die Aussenhandelsstellen New York, Chicago und Los Angeles der AUSSENWIRTSCHAFT Österreich unterstützen die Exportbemühungen österreichischer Unternehmen in den USA durch maßgeschneiderte Serviceleistungen. "Die Unterschiede in den Geschäftskulturen zwischen den USA und Österreich werden von den Firmen vielfach nicht erkannt, weil diese auf den ersten Blick zu ähnlich aussehen. Englischkenntnisse sind jedoch noch keine Garantie für das erfolgreiche Wirken über dem großen Teich", warnt Freytag. (pt)

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