Tancsits: Umgehende Klärung der Bezüge von BAWAG-Generaldirektor Elsner

Doppelbezug zeugt von absoluter Instinktlosigkeit

Wien, 16. April 2002 (ÖAAB-PD) Die Frage, ob Helmut Elsner neben seinem Bezug als BAWAG-Generaldirektor auch noch einen zweiten von der Lotteriegesellschaft lukriert, deren Miteigentümer die BAWAG mit dem Kauf der P.S.K. wurde, und sich zudem seine Pensionsansprüche in Millionenhöhe abfinden hat lassen, bedarf einer umgehenden und umfassenden Klärung, forderte heute, Dienstag, ÖAAB - Generalsekretär Walter Tancsits. Das sei im Sinne der Glaubwürdigkeit einer Arbeitnehmervertretung wie der ÖGB, der ja Mehrheitseigentümer der BAWAG ist, unumgänglich. Sollten sich die gegen Elsner erhobenen Vorwürfe bestätigen, dann seien daraus die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Im übrigen zeugte es von einer absoluten Instinktlosigkeit und Abgehobenheit, sollten sich die Doppelbezüge und das unsaubere Vorgehen bei der Pensionsabfindung als Tatsachen herausstellen. ****

Tancsits kritisierte in diesem Zusammenhang auch das Vorgehen bei der Umwandlung des Streikfonds in eine Stiftung. Hier werde Gewerkschaftsvermögen so gebunden, daß das Geld zwar arbeite, die ursprünglichen Eigentümer aber keinen Zugriff mehr darauf hätten. Da sich der Streikfonds aber aus den Beiträgen der Gewerkschaftsmitgliedern zusammensetze, seien es auch alleine die Mitglieder selbst, die über den Einsatz dieser Mittel entscheiden sollten.

"Beiträge zu leisten, nur damit dann eine Bank mit dem Geld arbeiten, Gewinne lukrieren und ihren Managern hohe Gehälter bezahlen kann, ist nicht Sinn der Sache", so Tancsits. Zumal dann, wenn sich herausstellen sollte, daß besagte Manager nebenbei noch weitere hohe Bezüge und Sonderkonditionen in Millionenhöhe für sich beanspruchen. "Das ist eine Verhöhnung aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im ÖGB die Vertretung ihrer Interessen suchen und gehört umgehend abgestellt".
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