SCHWEITZER: "Hat Gusenbauer auf die morgige Nationalratssitzung vergessen?"

SPÖ-Vorsitzender sollte seinen Terminkalender gründlicher lesen

Wien, 2002-04-16 (fpd) - Sehr verwundert zeigte sich FPÖ-Generalsekretär Mag. Karl Schweitzer über die Tatsache, daß SPÖ-Vorsitzender Gusenbauer es wieder einmal nicht für wert befinde, morgen seiner Tätigkeit im Parlament nachzugehen, und stattdessen lieber am Aktionstag gegen die Universitätsreform teilnehme. "Die Vorliebe der SPÖ für die Politik der Straße nimmt langsam besorgniserregende Züge an." ****

Offenbar habe Gusenbauer als SPÖ-Vorsitzender, als SPÖ-Klubobmann und als SPÖ-Abgeordneter noch immer nicht begriffen, daß er kein Juso mehr sei und daß diejenigen Dinge, die er auf der Straße erkämpfen wolle, im Parlament zu behandeln seien, im konkreten Fall sogar in der morgigen Sitzung. "Hat Gusenbauer vielleicht vergessen, daß morgen der Nationalrat tagt?" zeigte sich Schweitzer besorgt um das offenbar recht schwache Gedächtnis des SPÖ-Obmanns, der seinen Terminkalender gründlicher lesen sollte.

Man müsse sich fragen, ob Gusenbauer bald sein Nationalratsmandat zurücklegen und die Politik ausschließlich auf der Straße machen wolle. "Dann könnte er jeden Tag so lang marschieren, wie es ihm gefällt, am besten Arm in Arm mit Jarolim, Öllinger und Konsorten", sagte Schweitzer. Solange er allerdings als Abgeordneter im österreichischen Parlament sitze, sei das Verhalten des SPÖ-Vorsitzenden, gelinde gesagt, unpassend. "Und wenn Gusenbauer schon glaubt, daß er unbedingt demonstrieren muß, dann soll er wenigstens seine Bezüge für den morgigen Sitzungstag an irgendeine gemeinnützige Organisation spenden", schlug der freiheitliche Generalsekretär vor. (Schluß)

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