Länder und Sozialpartner wollen in Zukunft eng zusammenarbeiten

Landeshauptleutekonferenz-Vorsitzender Pühringer, ÖGB-Chef Verzetnitsch und WKÖ-Präsident Leitl legen Themenfelder der Zusammenarbeit fest

Wien (OTS) - Heute Mittwoch fällt der Startschuss für eine engere Zusammenarbeit zwischen Bundesländern und Sozialpartnern. Bei einem Treffen am Nachmittag vereinbaren der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, OÖ-Landeshauptmann Josef Pühringer, und die Präsidenten von ÖGB und WKÖ als Vertreter von Arbeitnehmern und Arbeitgebern, Fritz Verzetnitsch und Christoph Leitl, einen konkreten Themenkatalog der künftigen Kooperation in wirtschaftlichen Fragen.

"Politik wird nicht nur auf Bundesebene gemacht. Daher ist eine engere Zusammenarbeit zwischen den Sozialpartnern und den Ländern von großer Bedeutung. Die Bereiche Ausbildung, Beschäftigung, weiterer Ausbau der Infrastruktur und die geplante EU-Erweiterung stellen nicht nur auf Bundes- sondern auch auf Länderebene eine große Herausforderung dar. Hier sind Initiativen auf allen Ebenen der Politik gefragt, die auch die Interessen der Arbeitnehmer berücksichtigen. Nur so kann Österreich auch in Zukunft als Standort wettbewerbsfähig und der soziale Frieden erhalten bleiben", begründet ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch die Bedeutung einer engeren Kooperation zwischen Bundesländern und Sozialpartnern.

Auch der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz Josef Pühringer betont: "Gerade in den Fragen Konjunktur und Arbeitsmarkt, aber auch der EU-Erweiterung ist die Zusammenarbeit zwischen Sozialpartnern und Ländern von besonderer Bedeutung, weil Probleme nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch mit maßgeschneiderten regionalen Konzepten gelöst werden müssen." Vor allem was den regionalen Arbeitsmarkt betreffe, sei das Engagement der Länder in Zusammenarbeit mit Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern sehr wichtig. Das heutige Gespräch sieht Pühringer als den Beginn einer engeren Zusammenarbeit zwischen Sozialpartnern und Länderregierungen.

Als konkrete Themen der künftigen Zusammenarbeit nennt Leitl: "Im Vordergrund unseres Gesprächs stehen die Fragen einer grenzüberschreitenden Wirtschaftsentwicklung, Bildung und Qualifikation, die Kooperation im Arbeitsmarktservice sowie grenzüberschreitende Forschung und Infrastruktur. Im Bereich des Arbeitsmarktes geht es der Wirtschaft vor allem darum, kurzfristig die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und mittelfristig sicherzustellen, dass die Betriebe genügend hochqualifizierte Fachkräfte haben." So könne etwa zur Belebung der Konjunktur im Krisenbereich Bau ein akkordierter Anreiz zur thermischen Sanierung von Gebäuden vor allem für Klein- und Mittelbetriebe und deren Mitarbeitern einen wertvollen Beitrag leisten. Und mit kürzeren Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte und der Sicherstellung ihrer Finanzierung können Länder und Sozialpartner nicht nur für Aufträge und Arbeitsplätze im Baubereich wertvolle Impulse liefern, sondern auch in Bezug auf die EU-Erweiterung bisher Versäumtes nachholen, steckt Leitl ein weiteres Themenfeld ab. Ein weiteres Thema sei die Entwicklung am Lehrstellenmarkt.

Im Anschluss an das Gespräch findet heute eine Pressekonferenz statt.

Zeit: Dienstag, 16. April, 15 Uhr
Ort: Wirtschaftskammer Österreich, Wiedner Hauptstrasse 63,
1040 Wien, 10. Stock (RH)

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