Fischer zu KZ Gusen: Ansatzpunkte für Erinnerung schaffen

Wien (SK) Nationalratspräsident Heinz Fischer unterstrich die Tragweite der Vernichtung im Konzentrationslager Gusen und die Verantwortung der Politik, die Erinnerung aufrecht zu erhalten. In einer Pressekonferenz des Personenkomitees Gusen am Dienstag wurden die Ergebnisse aus einem Jahr Arbeit und Planung präsentiert. Entstanden ist das Personenkomitee am 25.Mai. 2001, bestehend aus Wladyslaw Bartoszewski (ehem. Außenminister Polens), Heinz Fischer, Landeshauptmann Pühringer und Innenminister Strasser. Die Sanierung und Neugestaltung des Vorplatzes des Nebenlagers von Mauthausen soll bis zu den Befreiungsfeiern am 4. Mai 2002 abgeschlossen sein. ****

Die Zeit zwischen April und Mai 1945 sei besonders "geschichtsträchtig", so Fischer. Neben dem Ende des Krieges, der Zerschlagung des Nationalsozialismus und dem Wiederaufbau nach dem Krieg sei diese Zeit auch ein Symbol für die Befreiung von Gusen. Aus diesem Grund sei der 4. Mai als Gedenktag festgelegt worden. Fischer ist von der "Richtigkeit und Vernunft" des Sanierungsprogramms überzeugt und betonte dessen Bedeutung im "Gesamtkonzept der Geschichtsaufarbeitung". Die Überparteilichkeit der Initiative sei auf Grund der "besonderen Grausamkeiten" in Gusen sehr zu begrüßen. Es werde viel an den "Mühlen der Erinnerung" gearbeitet, so Fischer und dieses Projekt liefere weitere Mosaiksteine für diese Mühlen. (Schluss) ei

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