Hauptverband setzt Meilenstein in der Verwaltung der Sozialversicherung

Geschäftsführung schafft Grundsatzbeschluss über Zusammenlegung der EDV-Aktivitäten aller Sozialversicherungsträger

Wien (OTS) - Ein Rechenzentrum in einer Organisation. Das ist das mittel- bis langfristige strategische Ziel des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger im Bereich der integrierten Informationsverarbeitung aller 26 Sozialversicherungsträger. Als ersten Schritt dazu hat die Geschäftsführung des Hauptverbandes gestern, Montag, das "SV-Data-Gesamtkonzept" beschlossen. Dieses beinhaltet im wesentlichen die Schaffung eines zentralen Rechenzentrums für den Betrieb von Standardprodukten sowie eine zentrale Datenspeicherung aller Sozialversicherungsdaten.

Josef Kandlhofer, Sprecher der Geschäftsführung des Hauptverbandes: "Der Hauptverband setzt mit der Zusammenführung sämtlicher EDV-Aktivitäten einen Meilenstein für eine moderne Verwaltung in der Sozialversicherung".

In weiterer Folge soll bis November heurigen Jahres eine gemeinsame EDV-Gesellschaft gegründet werden, an der sich schrittweise alle Sozialversicherungsträger beteiligen können. Die einzelnen Sozialversicherungsträger haben damit auch die Möglichkeit, so Kandlhofer, im Bereich der dezentralen Softwareentwicklung als Dienstleister aufzutreten und stehen somit in Konkurrenz zu anderen SV-Trägern oder privaten IT-Anbietern. Mit den Dienstnehmervertretern wurde aus diesem Grund eine gemeinsame Informationsaktion vereinbart, die noch in dieser Woche starten wird.

Zur Ausgangssituation: Derzeit betreiben die 26 SV-Träger insgesamt 18 Rechenzentren mit 26 Großrechnern. Die Sach- und Personalkosten liegen pro Jahr bei 165 Millionen Euro (2,27 Milliarden Schilling). Josef Kandlhofer, Sprecher der Geschäftsführung im Hauptverband: "Wir erwarten uns mit diesem Schritt nicht nur eine deutliche Kostendämpfung im Bereich der EDV-Kosten, sondern auch einfachere und raschere Verwaltungsabläufe und damit ein deutlich besseres Service für alle Versicherten."

Für die Pensionsversicherung betreibt der Hauptverband schon bisher neben der zentralen Speicherung der Versicherungsdaten seit 1. Jänner 2000 das Standardprodukt VVP (Verdichtung von Versicherungszeiten und Pensionsberechnung). Das Standardprodukt VVP stellt den Pensionsversicherungsträgern auf Basis der zentralen Datenspeicherung alle Funktionen zur Berechnung der Bruttopension zur Verfügung. Alle anderen Aufgaben der Pensionsversicherungen - wie etwa Pensionsanweisung und Pensionsanpassung - obliegen derzeit den einzelnen Pensionsversicherungsträgern.

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