Jerusalem: "Wehrmachtsausstellung nutzen, um Schulbücher zu aktualisieren"

Wiener Grüne wollen Schulbücher überarbeiten.

Wien (Grüne) - Von unterschiedlicher Qualität sind die österreichischen Schulbücher in ihrem Bemühen den österreichischen Schülerinnen und Schülern die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges näher zu bringen. Keines der Bücher entspricht aber heutigen Anforderungen. Die Grüne Gemeinderätin und Schulsprecherin der Wiener Grünen Susanne Jerusalem schlägt vor, dass die Kapitel überarbeitet und auch die Erkenntnisse der Wehrmachtsausstellung eingearbeitet werden. Jerusalem: " Es sollen nur jene Bücher approbiert werden, die die Fakten unverfälscht und unmissverständlich aufbereiten. Wenn z. B. der einzige kryptische Hinweis auf die Kriegsverbrechen der Wehrmacht kontextlos so lautet:
"Die herkömmliche Trennung zwischen den Soldaten und dem nur passiv vom Kriegsgeschehen betroffenen Zivilisten verschwand", so ist das absurd. Gemeinderätin Susanne Jerusalem schlägt vor, den dünnen Ausstellungskatalog für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe anzukaufen und als Lehrmittel einzusetzen.

Rund 100 Wiener Schulklassen dürften die Wehrmachtsaustellung besuchen, was zwar nicht viel ist, aber immerhin zeigt, dass das Interesse an sorgfältig aufbereiteten Fakten vorhanden ist. In Anbetracht der Tatsache, dass "Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg" am Ende der 7. AHS unterrichtet wird und immer noch Schülerinnen und Schüler berichten, dass nicht mehr ausreichend Zeit gewesen sei, um dieses Kapitel ausführlich zu besprechen, muss man überlegen, wie das Problem "Zeitnot" gelöst werden kann. Jerusalem:
"Es kann nicht sein, dass Schülerinnen und Schüler aus Zeitnot nichts über Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg wissen."

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