"Kleine Zeitung"-Kommentar: "Sieg Heil!" (Von Oliver Pink)

Ausgabe vom 16. April 2002

Graz (OTS) - Die Bilanz der Straßenschlacht um die Wehrmachtsausstellung: 33 sinnlos verletzte Polizisten, 18 sinnlos verletzte Demonstranten, die Neonazis als lachende Dritte: Ihnen wurde kein Haar - sofern überhaupt vorhanden - gekrümmt. Sie konnten frohen Mutes durch die Kärntner Straße marschieren, Passanten anpöbeln und "Sieg Heil!" brüllen.

Es war ein Fehler, die Rechtsaußen-Provokation an einem so sensiblen Ort wie dem Heldenplatz zugelassen zu haben. Es war ein Fehler, die Neonazis nach ihrer Ausschleusung vom Heldenplatz aus den Augen gelassen zu haben.

Doch noch idiotischer war das Verhalten der linken Demo-Aufrührer:
Sie hatten sich den falschen Feind ausgesucht! Während sie die Polizisten brutal attackierten und so entlang des Heldenplatzes banden, konnten die Neonazis unbehelligt durch die Wiener City paradieren.

Selbst der Rot/Grün-affine Polizei-General Franz Schnabl war kaum zu beruhigen, als er die Gewaltexzesse mitansehen musste. Ganz zu schweigen von jenen Passanten, die sich in ihrer Meinung bestätigt fühlen konnten: da die zerstörerischen Linken, dort die braven Nazi-Buben. Beim "Sieg Heil"-Gebrüll wird dann der eine oder andere hoffentlich aufgewacht sein. ****

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