Ellensohn: Kabas, FPÖ und Neonazis kritisieren Wehrmachtsaustellung

Grüne "Polizei muss aus Fehlern lernen, bei Kabas ist dieser Wunsch wohl sinnlos"

Wien (Grüne) - "Wiens Polizei hat offensichtlich völlig versagt:
Nazis marschieren flankiert von Kriminalbeamten durch die Wiener Innenstadt, skandieren minutenlang rechtsextreme Parolen wie ‚Sieg Heil’ und verschwinden dann ungehindert am Stephansplatz in der U-Bahn", so kommentiert der Grüne Gemeinderat David Ellensohn die Vorfälle am Samstag. Ellensohn: "Bleibt zu hoffen, dass es zu den angekündigten Konsequenzen innerhalb der Wiener Polizeikräfte kommt."

Am Sonntag in "Wien Heute" erklärt Einsatzleiter Oberstleutnant Karlheinz Zeiler wie es zu den schockierenden Bildern von grölenden Neonazis in der Kärntner Straße kommen konnte: "Das ist deshalb möglich... weil der Wunsch des Veranstalters es war, von dort aus ungehindert alleine weiter zu gehen." Zeiler weiter: "Dessen ungeachtet haben Kriminalbeamte diese Gruppe begleitet..." Nach Ansicht der Grünen ist dieses Verhalten der Polizei ein Skandal.

Ellensohn: "Ebenfalls am Sonntag übt der wiedergewählte Wiener FPÖ-Chef auf dem Landesparteitag seiner - in meinen Augen -rechtsextremen Partei Kritik an der Wehrmachtsaustellung. Seine Burschenschafter-Ansammlung habe im Gemeinderat die Subvention der Ausstellung abgelehnt." Mit keinem Wort distanzierte sich Kabas vom Neonazi-Aufmarsch in Wien. "Die Wiener FPÖ demonstrierte am Heldenplatz zwar nicht gemeinsam mit den Neonazis, die Spruchbänder, die dort gezeigt wurden, hätten aber wohl einige FP-Gemeinderäte mit Überzeugung unterschrieben", so Ellensohn.

"Die Wiener Grünen verfügen über das gesamte Video-Material des Neonazi-Aufmarsch in der Kärntner Straße und ich bin jederzeit gerne bereit das Video vorzuführen", so der Gemeinderat abschließend.

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