Kräuter: Grasser-Inserat kostete Steuerzahler über 800.000 Schilling

SPÖ-Rechnungshofsprecher verlangt Rückzahlung auf "Punkt und Komma"

Wien (SK) Scharf kritisierte SPÖ-Rechnungshofsprecher Günter Kräuter Finanzminister Grasser (FPÖ) für ein von ihm in der "Financial Times" geschaltetes Inserat "zur Aufbesserung seines persönlichen Images in internationalen Finanz- und Wirtschaftskreisen". "Grasser muss den Betrag von über 800.000 Schilling auf Punkt und Komma zurückzahlen", forderte Kräuter, "denn es handelt sich dabei um Steuergelder der Österreicherinnen und Österreicher, die Grasser für sein persönliches Fortkommen missbräuchlich verwendet hat". Der Finanzminister soll "Image-Werbung", die seiner privaten Karriere-Planung diene, "gefälligst aus der eigenen Tasche bezahlen und dafür nicht dem österreichischen Steuerzahler das Geld aus der Tasche ziehen, um es anschließend zum Fenster hinauszuwerfen", bekräftigte der SPÖ-Rechnungshofsprecher am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die Kosten für das Inserat in der "Financial Times" vom 30. November 2001 seien aus einer Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der SPÖ an den Finanzminister Grasser hervorgegangen, erörterte Kräuter. Der SPÖ-Abgeordnete wirft Grasser vor, "dass das Inserat von Grasser rein zur Politur seines Renommees in der internationalen Finanz- und Wirtschaftwelt geschaltet worden ist -damit handelt es sich klar um eine Privatangelegenheit des Finanzministers."

Der SPÖ-Rechnungshofsprecher erneuerte im Zusammenhang mit der Ankündigung Grassers, wonach es Ziel der blau-schwarzen Koalition sei, die ÖIAG in der nächsten Legislaturperiode zu zerschlagen. "Die heimischen Industrieflaggschiffe mit ihren zahlreichen Ausbildungs-und Arbeitsplätzen sollen billig in das Ausland verschleudert werden. Grasser glaubt, seine globalen Karriere-Chancen erhöhen zu können, indem er die heimischen Paradeunternehmen zum Schleuderpreis an seine internationalen Wirtschaftsfreunde abverkauft", kritisierte Kräuter. Die SPÖ verlangt, dass die Kernkompetenzen der ÖIAG-Betriebe im Lande verbleiben müssen. "Alles andere würde einen Verlust von tausenden Arbeitsplätzen bedeuten", schloss Kräuter. (Schluss) hm

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