KUKACKA: KEINE GENERELLE ÖFFNUNG DER EINBAHNSTRASSEN FÜR RADFAHRER GEGEN FAHRTRICHTUNG!

Einbahnregelung muss in jedem einzelnen Fall unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit geprüft werden

Wien, 15. April 2002 (ÖVP-PK) Im Zusammenhang mit der Sicherheitsoffensive des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) für Radfahrer stellte ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Mag. Helmut Kukacka heute, Montag, klar, dass er der Initiative in vielen österreichischen Gemeinden und Städten, generell alle Einbahnen für Radfahrer grundsätzlich auch gegen die erlaubte Fahrtrichtung zu öffnen, äußerst skeptisch gegenüber stehe.****

Paragraph 7 Abs. 5 Straßenverkehrsordnung (StVO) sagt ganz klar:
"Einbahnstraßen dürfen nur in der angezeigten Fahrtrichtung befahren werden. Dies gilt nicht .... für Radfahrer in solchen Einbahnstraßen, die zugleich Wohnstraßen sind. Außer in Wohnstraßen sind in diesen Fällen Leit- oder Sperrlinien zur Trennung der entgegen der Einbahnstraße fahrenden Verkehrsteilnehmer (somit auch der Radfahrer) vom übrigen Fahrzeugverkehr anzubringen, sofern die Sicherheit oder die Flüssigkeit des Verkehrs dies erfordert."

"Das heißt, eine Trennung der entgegen der Einbahnstraße fahrenden Radfahrer vom übrigen Verkehr durch Leit- oder Sperrlinien ist nicht in jedem Fall notwendig, aber überall dort, wo es die Sicherheit oder das Verkehrsaufkommen erfordern! Möglich wäre ein Radfahrverkehr gegen die Einbahn allenfalls in wenig befahrenen Anliegerstraßen oder in verkehrsarmen Zonen", stellte Kukacka klar.

Jede Einbahnstraße muss man sich sehr genau unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit auf ihre Unfallgefährlichkeit, Breite und Fahrzeugfrequenz anschauen, bevor man das Befahren gegen die Einbahn durch Radfahrer ohne entsprechende Bodenmarkierungen erlaubt. Einen Blankoscheck für alle Einbahnen lehne er jedenfalls strikt ab und er wäre rechtlich auch nicht zulässig. Radfahrer sind neben den Fußgängern die am wenigsten geschütztesten Verkehrsteilnehmer. Auf sie müsse daher besonders geachtet werden, schloss Kukacka. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Tel. 01/40110/4432
http://www.parlament.gv.at/v-klub/default.htm

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK/VPK