"Fabrik der Zukunft": Ausblick für die Papierindustrie

Wien (OTS) - Im Rahmen des Forschungsförderungsprogramms "Fabrik der Zukunft" des Infrastrukturministeriums (BMVIT) arbeitet eine interdisziplinäre Forschungskooperation an der Erstellung von Bedarfs- und Produktionsmustern für die Papierfabrik im Jahr 2030. Als Ausgangsbasis dient dabei die heutige Markt- und Technologiesituation.

In einem Workshop mit Papier-Abnehmern wie Zeitungen oder Verpackungsunternehmen soll vorerst der zukünftige Bedarf an Papier evaluiert werden. Hier sollen absehbare Veränderungen wie zum Beispiel eine Verschiebung der Informationsvermittlung über Druck- zu Onlineausgaben in die Prognose mit einfließen. Weiters sollen Managementstrategien zur Implementierung von Energie- und Ressourceneffizienz entwickelt werden, die den Anforderungen der "nachhaltigen Produktionsprozesse" genügen.

In einem Abschluss-Workshop wollen die Wissenschafter schließlich mit Vertretern der Branche Anpassungen der derzeitigen Betriebsstrukturen ermitteln. Die Verwertung der Ergebnisse erfolgt durch die Vereinigung der Vertreter der österreichischen Papierindustrie (ÖZEPA).

Mitglieder der Kooperation sind die Joanneum Research GmbH, das Institut für Papier-, Zellstoff- und Fasertechnik der TU Graz, das Institut für Industrielle Ökologie und die ÖZEPA, die das Projekt auch mitfinanziert.

Das Forschungsförderungsprogramm "Fabrik der Zukunft" wird im Rahmen des Impulsprogramms "Nachhaltig Wirtschaften" des Infrastrukturministeriums durchgeführt. Für die erfolgreiche Abwicklung des Programms ist der Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft (FFF) zuständig.

In der ersten Antragsrunde des Programms wurden 20 Projekte ausgewählt. Die zweite Ausschreibungsrunde startete im März, Ende des Jahres 2002 soll ein dritter Aufruf für Projekteinreichungen veröffentlicht werden. Heuer und nächstes Jahr stehen jeweils rund 2,54 Mill. Euro für Forschungsprojekte zu den Themenbereichen "Technologien und Innovationen bei Produktionsprozessen", "Nutzung nachwachsender Rohstoffe" und "Produkte und Dienstleistungen" zur Verfügung.

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Dr. Gerfried Jungmeier
Joanneum Research GmbH
Institut für Energieforschung
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