Notare diskutieren über Lebenspartnerschaften

Die 14. Europäischen Notarentage vom 18. - 20. April 2002 in Salzburg greifen ein gesellschaftspolitisch relevantes Thema auf.

Wien (OTS) - Vor dem Hintergrund ständiger gesellschaftlicher Veränderungen nimmt der Bedarf nach rechtlicher Absicherung in Lebenspartnerschaften neue Dimensionen an.

In ihrer täglichen Beratungspraxis spüren Österreichs Notare einen zunehmenden Bedarf, das Zusammenleben von Menschen ohne Trauschein rechtlich zu regeln. Ziel der Notarentage 2002 in Salzburg ist es daher, Einblick in geänderte Wertvorstellungen und Strukturen zu geben und mit sachlich fundierten Beiträgen einen konstruktiven Beitrag für Gesetzgeber, Rechtsdienstleister und Betroffene zu leisten. Zur Tagung selbst werden über 200 Notare sowie Juristenvertreter aus 12 Ländern Europas erwartet.

"Was kommt nach der Familie? - Alternativen, Kontroversen, Perspektiven", lautet der Eröffnungsvortrag von Univ. Prof. Dr. Elisabeth Beck-Gernsheim, deren gleichnamiges Buch bereits in Deutschland für einiges Aufsehen sorgte. Die Linzer Rechtsexpertin Univ. Prof. Dr. Astrid Deixler-Hübner beleuchtet die Rechtswirklichkeiten und Forderungen an den Gesetzgeber in Hinblick auf eine nichteheliche Partnerschaft. Auch Theologen und Seelsorger kommen zu Wort: "Ethische Grundlagen von Lebenspartnerschaften - die Antwort der Theologie auf den Wandel von Lebensformen", lautet das Referat von Univ. Prof. Dr. Dietmar Mieth, Professor für theologische Ethik an der Universität Tübingen. Mag. Herwig Sturm, Bischof der Evangelischen Kirche in Österreich, spricht über "Biblische Weisung und kirchliche Praxis", wobei er die evangelische Sichtweise zu traditionellen und alternativen Lebenspartnerschaften einbringen wird. Weiterer Höhepunkt der hochkarätigen Tagung: "Neue Familien-und Lebensformen in alternden Gesellschaften - europäische Entwicklungen im internationalen Vergleich". Diesen Beitrag liefert Prof. Dr. Bernd Marin, seines Zeichens Direktor des Europäischen Zentrums für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung in Wien.

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