"Kleine Zeitung" Kommentar: "Moorhuhn-Jäger" (von Claus Albertani)

Ausgabe vom 15.04.2002

Graz (OTS) - Umfragen jeder Art wirken auf einige in der FPÖ wie Drogen: Kaum konsumiert, führen sie zu Zuständen und Ausfälligkeiten der besonderen Art.

Bisher zeigte sich besonders ExObmann Jörg Haider als Mann mit feinem Sensorium: Kaum lag eine für die FPÖ wenig erfreuliche Umfrage auf dem Tisch, ging er mit einem emotionalisierenden Thema an die Öffentlichkeit.

Mit doppelter Wirkung: Einerseits redete plötzlich niemand mehr von den schlechten Umfragewerten. Vor allem aber waren diese Werte schnell vom Tisch, bereits die nächste Umfrage zeigte wieder steil nach oben. Motto: Je tiefer das Thema, desto höher die Umfragewerte.

Ähnliches versucht nun sein ehemaliger Musterschüler Peter Westenthaler: EU-Kommissar Verheugen werde nur noch "Moorhuhn-Verheugen" genannt, "weil er so feig ist".

Dafür ist das Moorhuhn weniger bekannt. Vielmehr boomt das dazugehörende Computerspiel, weil wild drauflos geballert werden kann das Moorhuhn ist zum Abschuss freigegeben.

Das weiß Westenthaler ganz genau, er ist ja ein schlauer Bursche. Vor allem aber kennt er die letzte Umfrage für die FPÖ. Und die gibt den Blauen derzeit gerade 18 Prozent.

Na bumm. ****

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