Täglich neu. Baustellenchaos und Megastau auf der A2 bei Wien

Autofahrer fordern Südumfahrung

Wien (OTS) - Leidgeprüfte Autolenker sehen keine Alternative zum täglichen Verkehrsinfarkt. Die rigorose Radarüberwachung hilft, das Ärgste zu verhindern. Das Protestpotential steigt, die Schicksalsergebenheit auch. Ein Stimmungsbild vom Stau.

In der "Verkehrshölle" auf der A2 nahe Wien büßen nach eigenen Angaben die dort täglich stauenden Autofahrer ihre Sünden ab. In der aktuellen OEKONSULT-Umfrage stimmen 60 Prozent der 360 befragten direkt betroffenen LenkerInnen der im Fragebogen angebotenen Aussage zu, für sie persönlich würden die "kilometerlangen Baustellen auf der Südautobahn zu unzumutbaren Behinderungen" führen. Lediglich knappe 10 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen keine derartige Verkehrsbeeinträchtigung reklamieren.

OEKONSULT, bereits seit den 90er Jahren als bekanntes Meinungsforschungsinstitut profilierte Beratungsunternehmen, hat vor und nach dem weitreichenden Baustellenbereich insgesamt 360 betroffene KFZ-Lenker befragt, wie sie zur Baustelle, dem Baustellenmanagement und der rigorosen Radarüberwachung stehen. OEKONSULT-Chef Joshi Schillhab will mit dieser und anderen in Eigenregie erstellten Umfragen seine neueste Erfindung iQUEST, einen elektronischen Fragebogen mittels PocketPC und Handy als Innovation der Markt- und Meinungsforschung etablieren: "Hinsichtlich Schnelligkeit, Treffsicherheit, Flexibilität und Kosten gibt es zu iQEST keine wirklichen Alternative." Die aktuelle Baustellen-Umfrage war am Samstag abends noch in der Interviewphase, am Sonntag mittags bereits mit allen Ergebnissen und Grafiken bereits im Internet verfügbar.

Wenn die täglich zweimal Staugeplagten (Hin- und Rückfahrt) schon sonst nichts tun können, so wollen sie doch wenigstens heftig protestieren. 81 Prozent der im Baustellen-Nahbereich interviewten Lenker protestieren "energisch und entschlossen gegen derartige Megabaustellen" wie jene auf der Südautobahn nahe Wien. Ganze 8 Prozent bleiben auch im Chaos völlig gelassen. Ansonsten fügen sich die Betroffenen sehr gutmütig in ihr Verkehrsschicksal. Auf der sechsstufigen Antwortskala von OEKONSULT ("trifft voll und ganz zu" bis "trifft überhaupt nicht zu" meinen knappe 69 Prozent, sie hätten sich mit den Verkehrsbehinderungen auf der "A2 bis in den Oktober 2002 persönlich bereits abgefunden". Ein klares Drittel, hat sich in diese Situation ohne Wenn und Aber bereits ergeben. Immerhin 15 Prozent wollen die Megabaustelle keineswegs akzeptieren.

Wobei sich nach eigenen Angaben die baustellenbedingten Behinderungen für jeden zweiten Lenker durchaus in engen Grenzen halten. 11 Prozent verneinen eine solche positive Baustellenbetrachtung zwar mit allem entschiedenen Nachdruck, aber insgesamt stimmen 53 der Ansicht zu, die Auswirkungen der Baustelle habe erträgliche Grenzen.

Autofahrer im südlichen Wiener Umland sehnen sich sehr nach einer Verkehrsentlastung. Der Fragebogen-Forderung: "Wien braucht dringend eine großzügige Süd- und Südost Umfahrung" schließen sich gleich 76 Prozent der OEKONSULT-Umfrage an. 29 Prozent tun dies sogar ohne die geringste Einschränkung. Nur drei Prozent der Befragten stellen sich ganz entschieden gegen eine solche Umfahrung. OEKONSULT-Chef und iQUEST Erfinder Schillhab: "Die politische Implikation unserer aktuellen Baustellen-Umfrage ist klar. Autofahrer sehen sich am Ende ihrer Leidensfähigkeit und Belastungswilligkeit. Was das im Hinblick auf die Erweiterung der EU und die damit verbundene Zunahme des auf Wien zuströmenden Verkehrs bedeutet, kann sich jeder Politiker ausmalen. Heiße Zeiten auf der Süd, kein Zweifel."

Zumal die befragten Autofahrer für sich selbst keinerlei Alternative orten. Jedenfalls ist der öffentliche Verkehr als solche definitiv auszuscheiden, wenn es nach der Einschätzung der Umfrageteilnehmer geht. Ohne jede Gesprächsbereitschaft lehnen die Umfrageteilenehmer den Vorschlag des Fragebogens ab, eine "Alternative mit öffentlichen Verkehrsmitteln" zu wählen, um den "baustellenbedingten Verkehrsbehinderungen auf der A2 zu entgehen". Eindrucksvolle 92 Prozent sind vollinhaltlich dieser Meinung.

Das Baustellenkonzept mit drei Fahrspuren in jede Richtung bei gleichzeitigem ungebremsten Baustellenbetrieb scheint jedoch aufzugehen. 53 Prozent sind der Ansicht, "die Totalsanierung bei drei verkehrsfähigen Fahrspuren in beide Richtungen ist die bestmögliche Lösung". Nur 10 Prozent widersprechen unerbittlich und entschieden, wenn es um das Baustellenmanagement geht.

Besonders auffallend findet Studienleiter Joshi Schillhab die hohe Akzeptanz der Radarüberwachung: "Den LenkerInnen kann man weitreichendes Verständnis und Verantwortungsbewußtsein nicht absprechen. Tempolimits sind gut, Radarkontrolle noch besser. Das zumindest sagen fast 80 Prozent der Umfrageteilnehmer bei unserer aktuellen Verkehrsstudie. Als völlige Radarmuffel deklarieren sich bloß ganze drei Prozent.

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