Ellensohn: "Ein Skandal - Neonazis skandieren ‚Sieg Heil‘ und Polizei sieht zu"

Wiener Grüne äußern schwere Vorwürfe gegenüber der eingesetzten Demo-Polizei.

Wien (Grüne) - Für die Wiener Grünen muss sich nach der Samstag-Demonstration gegen Rechtsextremismus und Faschismus die Polizei die Frage gefallen lassen: Wer hat in diesem Land noch Demonstrationsrecht und wer nicht? Wen schützt die Polizei, wen knüppelt sie gnadenlos nieder?

Ellensohn, der vor Ort war berichtete: "Während die Polizei vor meinen Augen 15-jährige Menschen niederknüppelte und wahrscheinlich mit Tränengas angereichertes Wasser in die Menge spritzte, verließen die Neonazis auf der anderen Seite, unter ihnen übrigens ein ehemaliger FPÖ-Funktionär, unbehelligt den Heldenplatz und marschierten ohne Polizeibegleitung in die Wiener Innenstadt. In der Kärnter Straße kam es zu schockierenden Bildern. An die 100 Neonazis skandieren "Sieg Heil", Wiener, Wienerinnen und TouristInnen aus aller Welt glauben ihren Augen nicht. Von Polizei weit und breit nichts zu sehen. Die tobten sich wo anders aus, verhafteten wahllos AntifaschistInnen und knüppelten sinnlos in die Menge."

Kommentare die der Grün Abgeordnete nach seinen Angaben von der Polizei darauf zu hören bekam: "Bei Holzstecken-Werfen gibt es ‚keinen Spielraum‘." Umkehrschluss für Ellensohn: "Bei ‚Sieg-Heil‘-Auftritten hingegen offensichtlich schon."

Die Grünen werden diesen skandalösen Auftritt der Polizei genau untersuchen.

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