Onodi: "Biosphärenreservat Moravia" als Pilotprojekt für March-Thaya-Auen

"Distelverein" aus Deutsch-Wagram erarbeitet Studie

St. Pölten, (SPI) - Der Distelverein aus Deutsch-Wagram, ein Verein zur Erhaltung und Förderung ländlicher Lebensräume, ist bereits seit 1987 an der March aktiv. U.a. wurde von ihm ein Ökowertflächen- und Marchwiesenprogramm entwickelt, ebenso ein allumfassendes Konzept für die March-Thaya-Auen, mit dessen Hilfe eine weitgehende Revitalisierung der Auen eingeleitet werden konnte. Nun widmet sich der Distelverein einem neuen Projekt: Einer Studie über die Möglichkeiten und Auswirkungen eines "Trilateralen Biosphärenreservats Moravia". Das Land NÖ hat für dieses Projekt aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung eine Förderung in der Höhe von 34.883 Euro bereitgestellt. ****

NÖ Naturschutzreferentin LHStv. Heidemaria Onodi zeigt sich über die erzielte Förderungsmaßnahme zufrieden: "Der Distelverein hat für die gesamte Region bereits beträchtliches geleistet und höchstes Know-How bewiesen. Sein Arbeitsschwerpunkt lag u. a in der Wiederherstellung der Auendynamik sowie der Verbesserung bzw. Erhaltung des Lebensraums für ortsansässige Lebensformen. Das aktuelle Projekt des Vereins nennt sich "Biosphärenreservat Moravia". Es stellt erneut eine zukunftsweisende Weichenstellung für das March-Thaya-Auen Gebiet dar, indem damit wesentliche Fragen rund um ein zukünftiges Naturraummanagement bzw. die mögliche Errichtung eines Biosphärenreservats für die Qualitätssicherung und die Qualitätssteigerung des Naturraumes aufgeworfen sowie geklärt werden sollen. Auch sollen Perspektiven der zukünftigen regionalwirtschaftlichen Entwicklung untersucht werden."

Als Projektpartner des Deutsch-Wagramer Distelvereins fungieren u.a. der Regionalverband March-Thaya-Auen, der Regionalentwicklungsverein Weinviertler Dreiländereck, die Biosphärenreservatsverwaltung Pollauer Berge, die Tschechischen Staatsforste sowie die Stiftung Daphne. "Ad hoc betrachtet bietet sich die Organisationsform eines Biosphärenreservats als eine gelungene Lösungsform für ein zukunftsträchtiges Naturraummanagement an. Ob dies auch in der Praxis haltbar ist, werden die Ergebnisse der Studie zeigen. Mit einem vorläufigen Endergebnis ist für Mitte des Jahres zu rechnen", so Onodi abschließend.
(Schluss) rs

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