Blecha: Mit neuem Vereinsgesetz wird gesellschaftliches Leben Österreichs gefährdet

Regierung will anscheinend Vereine mundtot machen

Wien (SK) "Zehntausende ehrenamtliche Pensionisten sind in den verschiedensten Funktionen und unterschiedlichsten Vereinen Österreichs tätig, ohne sie würde so mancher Sportverein, so manche Feuerwehr, so manche Kulturinitiative und so mancher sozialer Dienst nicht mehr funktionieren", stellte heute der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha, fest. Blecha verknüpfte an diese Tatsache eine geharnischte Kritik am neuen Vereinsgesetz. "Den Freiwilligen wird aber nun die Freude an ihrer Tätigkeit gründlich vergehen, wenn sie erkennen müssen, mit welchen Hürden und Bürden sie durch das von FPÖ und ÖVP beschlossene Vereinsgesetz konfrontiert werden", so Blecha.

Der Pensionistenverbands-Präsident vermutet hinter der neuen Regelung auch ein "mundtot-Machen" kritischer Vereine und eine bewusste Strategie der Regierung, die bereits mit der exorbitanten Verteuerung des Portotarifes für den Versand von Vereinszeitungen einige Verbände in wirtschaftliche Schwierigkeiten bringt. "Jetzt folgt mit dem neuen Vereinsgesetz der zweite Schritt, indem mit Überbürokratisierung und überzogen verschärften Haftungsbedingungen Menschen davon abgehalten werden, sich zum Wohle ihrer Mitmenschen in Vereinen zu engagieren und das kulturelle und gesellschaftliche Leben Österreichs zu bereichern", so Blecha.

Allein der 380.000 Mitglieder zählende Pensionistenverband Österreichs hat über 10.000 ausschließlich ehrenamtlich tätige Vertrauenspersonen in fast 1.800 Ortsgruppen. (Schluss) ml/mm

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