Die Ungarischen Nationalparks - Teil 8: Nationalpark Körös-Maros

Wien (OTS) - Der 1997 gegründete Nationalpark liegt im äußersten Südosten Ungarns, östlich der Theiß an der Grenze zu Rumänien und umfaßt drei unterschiedliche Landschaften und Biotope. Die Auwälder der fließenden und stehenden Gewässer der Flüsse Körös und Maros, die Sumpf- und Moorlandschaften des Areals Kis-Sárrét, und die Löß- und Salzsteppen der Puszta der Großen Südlichen Tiefebene.

Abgesehen von den individuellen Landschaften, finden sich in der hier vorkommenden Tier- und Pflanzenwelt in Ungarn einzigartige Raritäten, die vielfach auf der internationalen Artenschutzliste der gefährdeten Arten und unter dem besonderen Schutz des Ramsarer Abkommens stehen.

Dazu gehören unter den Pflanzen etwa das Siebenbürgische Feuerauge, eine der gefährdetsten Arten, die Gewitterblume, die Sommer-Knotenblume, die Hirschzunge, und in den Feuchtgebieten die Gelbe Teichrose, die Wassernuß, verschiedene Sumpfrosen und Wassersägen, die Wasserlinse und der Wasserschlauch.

In der Tierwelt stechen vor allem die Zug- und Wasservögel hervor. Etwa Schwarzstörche, Bienenfresser, verschiedene Reiherarten, die streng geschützte Brachschwalbe mit ihrer bunten Maske, die Großtrappe, die hier ihren größten Bestand in Mitteleuropa aufweist, der äußerst seltene Triel, die Rothalsgans, Rothalstaucher, Schnepfen und Wasserläufer.
Außerhalb der Vogelwelt finden sich hier noch seltene Insekten, wie die Gottesanbeterin, kaum noch zu sehende Schmetterlingsarten, aber auch der Grasfrosch, und nicht zuletzt ein großer Bestand des Fischotters. In den Pusztaregionen beherrschen die alten Haustierrassen, insbesondere das Zackelschaf mit seinen gedrehten Hörnern, das Bild.

Wanderungen, Ausritte, Kutschenfahrten oder Radausflüge durch einen der jüngsten Nationalparks Ungarns führen in das typische "Postkartenungarn" der Hirten und kleinen malerischen Dörfer, die an Piroschka erinnern. Aber auch in eine der aufgrund des Wassers und der Lößböden fruchtbarsten Gegenden des Landes, mit wogenden Mohn-und Sonnenblumenfeldern, die zusammen mit dem Grün der Wälder und dem Blau des Himmels in einer der sonnenreichsten Regionen des Landes alle Farben des Sommers in sich vereinen.

Der Nationalpark ist mit Ausnahme der streng geschützten Zonen frei zugänglich, Führer geben Hinweise und Orientierungshilfen, Informationstafeln und Wegmarkierungen helfen bei der Entdeckung dieses einzigartigen Naturreservates. Wer nicht individuell unterwegs sein möchte, kann sich einer der regelmäßigen Führungen anschließen, die jeweils verschiedene Bereich der Areals näherbringen. Zur Vorinformationen gibt es Videfilme, die bei der Direktion bestellt werden können.

Informationen: Nationalpark Direktion. H-5540 Szarvas, Anna-liget 1. Tel. 0036/66/313855, Fax 0036/66/311658, kmnpi@szarvas.hu

Rückfragen & Kontakt:

Ungarisches Tourismusamt
Tel. 01/585 20 12-13, Fax 01/585 20 12-15
ungarn@ungarn-tourismus.at,
http://www.hungarytourism.hu,
http://www.travelport.hu

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HUN/HUN/OTS