Kräuter: "Grasser will ÖIAG-Betriebe seinen Freunden zum Spottpreis in den Rachen werfen"

Finanzminister bereitet mit Inseratenkampagne auf Kosten der Steuerzahler seine "internationale Managerkarriere" vor

Wien (SK) "Grasser will die ÖIAG-Betriebe seinen Wirtschaftsfreunden in den Weltkonzernen offensichtlich zum Spottpreis in den Rachen werfen", kritisierte SPÖ-Rechnungshofsprecher Günter Kräuter am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Grasser hatte gestern eine Auflösung der ÖIAG in der nächsten Legislaturperiode angekündigt. "Der Regierung ist es offenbar völlig egal, dass nationale Kernkompetenzen sowie hunderte heimische Ausbildungs- und zehntausende Arbeitsplätze dadurch ins Ausland abwandern werden", sagte Kräuter. Weitere Werksschließungen müssten dann befürchtet werden, "insbesondere für die Steiermark wäre das eine riesige Katastrophe", so Kräuter. ****

Zum geplanten ÖIAG-Ausverkauf ins Ausland passe auch, so Kräuter, "dass der Finanzminister mit einer Inseratenkampagne in internationalen Medien offensichtlich seine globale Managerkarriere auf Kosten der österreichischen Steuerzahler vorbereiten will", verwies Kräuter beispielsweise auf eine bezahlte Anzeige Grassers vom letzten Jahr in den "Financial Times". "Während Grasser die ÖsterreicherInnen zum Sparen verdonnert und ihnen ungeniert das Geld aus den Taschen zieht, sind ihm seitenlange Werbeschaltungen zur eigenen Imagepolitur auch in heimischen Hochglanzmagazinen offenbar nicht zu teuer", zeigte sich Kräuter "empört".

Der SPÖ-Rechnungshofsprecher kündigte eine parlamentarische Anfrage an, in der er detailliert darüber Auskunft darüber verlangen wird, "in welchen nationalen und internationalen Medien Grasser seine Karriere noch per Imagekampagne vorbereitet hat." "Es muss endlich Schluss sein mit grinsenden Regierungsgesichtern auf Kosten der Steuerzahler", unterstrich Kräuter. (Schluss) hm

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