Friedrich Müller: Berufung in 2. Instanz nicht Folge gegeben!

AKNÖ-Konsumentenschützer werden sich weiter für die Rechte der Konsumenten einsetzen.

Wien (AKNÖ) - Seit Jahren schon warnen die Konsumentenschutzexperten der NÖ Arbeiterkammer (AKNÖ) vor kommerziellen Gewinnspielen und im besonderen vor der Firma Friedrich Müller, die auch unter dem Namen EVD Direktvertrieb AG besonders umtriebig ist. Die Konsumentenschützer und vor allem die Konsumenten kritisieren die irreführende und aggressive Art und Weise dieser Gewinnspiele.

Genauso lange wie die AKNÖ-Konsumentenschützer vor der Firma Friedrich Müller alias EVD Direktvertrieb AG warnen, genauso lange versucht dieses Unternehmen alles, um die Aufklärungsarbeit der AKNÖ zu unterbinden. Dazu Günther La Garde, Leiter der AKNÖ-Konsumentenschutzabteilung: "Was hat man von Seiten Friedrich Müllers nicht schon alles unternommen, um uns Konsumentenschützer mundtot zu machen. Zuletzt haben sie es mit einer Klage - unter anderem wegen Kreditschädigung - versucht. Aber leider hatte das Urteil der 1. Instanz nicht den von Friedrich Müller erwarteten und gewünschten Ausgang. Auch der Berufung von Friedrich Müller wurde nicht Folge gegeben." Sinngemäß ist in der Begründung dieses Urteils der 2. Instanz nachzulesen, dass Friedrich Müller mit den Gewinnspielen auf "gefinkelte Weise in irreführender Art versucht", "an das Geld der Konsumenten zu kommen". Die AKNÖ-Konsumentenschützer sind über das Urteil hoch erfreut, auch wenn es noch nicht rechtskräftig ist.

Zur Vorgeschichte

Im Dezember 2000 wandte sich ein Team von "Willkommen Österreich" an die Konsumentenschutzabteilung der AKNÖ, um einen Beitrag über kommerzielle Gewinnspiele der Firma Friedrich Müller zu drehen. Hanni Voit, AKNÖ-Konsumentenberaterin, erinnert sich: "Der zuständige ORF-Redakteur bat um unsere Mithilfe. Von verschiedenen Seiten war der ORF auf diese Gewinnspiele aufmerksam gemacht worden. Uns von der NÖ Arbeiterkammer war ein ORF-Beitrag zu diesem brisanten Thema natürlich ein besonderes Anliegen. Denn die Telefone in der AKNÖ laufen heiß, wenn Friedrich Müller mit seinen Gewinnspielen wieder einmal die österreichischen Haushalte überflutet." Um einen objektiven Beitrag zu drehen, bat der zuständige Redakteur die EVD Direktvertrieb AG mittels Fax um Stellungnahme. Dieses Fax brachte den AKNÖ-Konsumentenschützern eine Klage ein. Eine Klage, die aber Friedrich Müller nicht den gewünschten Erfolg bescherte.
"Seit 20 Jahren schon hält Friedrich Müller die Konsumentenschützer auf Trab, mittlerweile nicht mehr allein in Österreich. Mit immer neuen, immer gefinkelteren Spielarten arbeitet die Firma im Versandhandel. Auch in Deutschland und der Schweiz machen Konsumentenschützer schon auf die dubiosen Geschäftspraktiken der österreichischen Firma Friedrich Müller aufmerksam."

Zwtl. Forderung nach gesetzlichen Rahmenbedingungen

Die Gewinnspiele von EVD laufen nach einem altbekannten Muster ab. Dazu Voit: "Es gibt vier Gewinne - Auto, Einrichtung, Sparbuch oder Reise. Einen dieser Gewinne hat der Teilnehmer "garantiert" gewonnen. Damit der Konsument seinen Gewinn wahrnehmen kann, muss er im vorhinein zumeist einen gewissen Betrag bezahlen. Den Teilnehmern wird der Eindruck vermittelt, dass sie sich Ihren Gewinn durch Ankreuzen aussuchen können. Das stimmt aber nicht. Man kann ankreuzen, was man am liebsten haben möchte. Aber wer was gewinnt, steht ohnehin schon im vorhinein fest. Die Hauptpreise werden nur je einmal verlost. Die Mehrzahl der Konsumenten gewinnt die Reise bzw. einen Reisegutschein."
Immer lauter wird auf Grund der vielen zum Teil enttäuschten und erbosten Konsumenten die Forderung nach einer gesetzlichen Regelung gegen diese Gewinnspiele. Generell sind diese so geschickt aufgemacht und formuliert, dass rechtliche Schritte dagegen nur schwer durchführbar sind. Hier fordert nun AKNÖ-Präsident Josef Staudinger den für Konsumentenschutz zuständigen Minister Böhmdorfer auf, tätig zu werden: "Die Sorgen und der Ärger der Menschen müssen wahrgenommen werden. Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die diese Art von Gewinnspielen gesetzlich verbieten.
Und La Garde verspricht: "Wir lassen uns nicht mundtot machen. Wir werden uns auch weiterhin für die Interessen der Konsumenten einsetzen und für ihre Rechte unbeirrt weiterkämpfen!" Abschließend verweist Staudinger auf den kostenlosen Konsumentenrechtsschutz, der seit 1. Jänner 2002 allen Mitgliedern der AKNÖ zur Verfügung steht. Der kostenlose Konsumentenrechtsschutz stellt einen echten Meilenstein im Verbraucherschutz dar. Denn AKNÖ-Mitgliedern steht nun die Möglichkeit offen, berechtigte Forderungen - ohne Risiko - mit Hilfe der Konsumentenberatung über den Gerichtsweg einzufordern.

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 58883-1252
presse@aknoe.at
http://www.aknoe.at

AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN/AKN