ÖH ruft zur Demo gegen Neonaziaufmarsch auf

Weitere Veranstaltungen zum Thema der Wehrmachtsausstellung geplant

Wien (OTS) - Die Bundesvertretung der Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) und die HochschülerInnenschaft der Universität Wien rufen neben zahlreichen anderen Organisationen und Bündnissen zur Gegendemonstration zum geplanten Aufmarsch von rechtsextremen Organisationen gegen die Wehrmachtsausstellung im Wiener Semperdepot auf. Treffpunkt für die morgige Demonstration ist um 12 Uhr der Wiener Westbahnhof, um ca. 14 Uhr wird vor dem Semperdepot die Abschlusskundgebung stattfinden. Darüber hinaus planen die Bundes-ÖH und die HochschülerInnenschaft an der Uni Wien in den nächsten Wochen eine Filmvorführung und Diskussionsveranstaltungen zur Thematik der Wehrmachtsausstellung an der Universität durchzuführen. In diesem Zusammenhang wird auch das Verbot einer für 8. Mai geplanten Veranstaltung des Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) mit dem Rechtsextremist, Claus Nordbruch, an der Universität Wien nachdrücklich begrüßt.

"Die Legende der sauberen Wehrmacht gehört endgültig der Vergangenheit an. Die Ausstellung dient der historischen Richtigstellung dieser Jahrzehnte alten Mär. Das müssen auch die letzten ewiggestrigen Organisationen einsehen", begründet ÖH-Vorsitzende Anita Weinberger den Demonstrationsaufruf. Und weiter:
"Es gilt ein Zeichen zu setzen, dass rechtsextreme Organisationen mit ihrer revisionistischen Geschichtsfälschung in unserer Gesellschaft auf keinerlei Zuspruch stoßen."

Die ÖH selbst wird in den nächsten Wochen u.a. in Kooperation mit den Veranstaltern der Wehrmachtsausstellung einige Projekte durchführen. Am 30. April wird in der Aula der Universität Wien eine zehnstündige Vorführung des Dokumentarfilmes "Vergessene Opfer", der sich den Schicksalen von Wehrmachtdesserteuren und im Dritten Reich verfolgten Homosexuellen widmet, stattfinden. Außerdem sind mehrere Diskussionsveranstaltungen zu in Verbindung mit der Wehrmachtsausstellung stehenden Themen geplant.

Andrea Mautz, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, zeigt sich außerdem darüber erfreut, dass die für 8. Mai geplante RFS-Veranstaltungen "Selbstachtung und Selbsthass" von der Universität untersagt wurde:
"Auch die Zeiten, in denen Rechtsextreme ihre krausen Thesen an der Universität verbreiten konnten, sollten vorbei sein. Wir unterstützen nachdrücklich die Entscheidung von Rektor Winckler, diese Veranstaltung zu untersagen", so Mautz.

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