Unithemen im parlamentarischen Unterausschuss

ÖH durch Vorsitzende Weinberger und Sozialreferentin Wagner vertreten

Wien (OTS) - Bei der heutigen zweiten Ausschusssitzung zum Bildungsvolksbegehren, in dem die universitären Themen behandelt werden, wird die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) durch die Vorsitzende, Anita Weinberger, und die ÖH-Sozialreferentin, Alice Wagner, vertreten sein. Die beiden ÖH-Vertreterinnen werden insbesondere zu den studentischen Aspekten des Volksbegehrens -Studiengebühren und Studienbeihilfen - Stellung nehmen. In diesem Zusammenhang wird auch das geplante Universitätsgesetz Thema sein.

Weinberger geht einmal mehr auf den dramatischen Rückgang der Studierendenzahlen bedingt durch die Studiengebühren ein: "Nicht nur, dass es insgesamt 50.000 Studierende weniger gibt, auch die Anzahl der Erstsemestrigen ist um 3.700 gesunken. Es ist eindeutig, dass die Studiengebühren eine sozial steuernde und psychologisch abschreckende Wirkung haben. Die Gebühren müssen wieder weg!" Weiters weist Weinberger darauf hin, dass gerade berufstätige Studierende von den Gebühren massiv betroffen sind und es aufgrund der notgedrungenen Berufstätigkeit nur drei Prozent der Studierenden möglich ist, ihr Studium in Mindeststudienzeit zu beenden.

ÖH-Sozialreferentin, Alice Wagner, führt aus: "Bereits vor Einführung der Gebühren mussten 82 Prozent der Studierenden arbeiten, um sich das Leben finanzieren zu können. Mit den Gebühren nähert sich diese Zahl wohl der 100-Prozent-Marke." Wagner erklärt außerdem, dass das Studienbeihilfensystem unzureichend ist und auch deswegen viele -gerade teilzeitberufstätige Studierende - ihr Studium beenden mussten. "Auch die ÖH ist dazu gezwungen, durch Sozialleistungen für den Staat in die Bresche zu springen. Zum Einen ist das aber nicht die Aufgabe einer politischen Interessenvertretung, zum Zweiten reichen unsere Mittel natürlich auch nicht aus, um allen zu helfen." Für die ÖH-Sozialfonds sowie für das Alfred-Dorfer-Stipendium wurden hunderte Anträge gestellt, die nur zum geringen Teil auch positiv bearbeitet werden konnten. Wagner: "Zusätzlich zur Abschaffung der Studiengebühren muss es auch zu einer Ausweitung des Beihilfensystems kommen, um den freien Hochschulzugang zu gewährleisten."

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