"Dem Glück auf der Spur" im Historischen Museum

Wien, (OTS) "Dem Glück auf der Spur" ist das Historische Museum der Stadt Wien vom 11. April bis 26. Mai mit seiner nächsten Ausstellung, die sich mit der bereits 250 Jahre währenden Geschichte des Österreichischen Zahlenlotto bis heute beschäftigt. Der Direktor des Historischen Museums der Stadt Wien Dr. Günter Düriegl präsentierte die neue Ausstellung am Dienstag in einem Pressegespräch.

Nach "Vom Schilling zum Euro" zeigt das Historische Museum - in Zusammenarbeit mit dem Institut für Spielforschung und Spielpädagogik am Mozarteum in Salzburg - damit eine weitere Ausstellung mit pekuniärem Bezug, diesmal der Hoffnung auf das schnelle finanzielle Glück gewidmet, das Glücksspiele wie Lotto seit jeher den Menschen versprechen. Entstehung und die vielfältigen Erscheinungs- und Vermarktungsformen der Lotterien werden dabei ebenso dargestellt, wie Werbung für das Glücksspiel, die Rituale der Ziehungen oder bedenkliche Formen wie Kriegslotterien. Die Ausstellung ist vom 11. April bis 26. Mai jeweils Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 3,60 EUR, Ermäßigungen für Lehrlinge, Schüler, Lehrer, Studenten , Präsenz- und Zivildiener, Senioren, behinderte Personen, Familien und Gruppen. Schulklassen und Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt, Freitag Vormittag ist für alle Besucher frei.****

1752 fand in Wien die erste öffentliche Ziehung des von Maria Theresia im Jahr davor in den böhmischen und österreichischen Erblanden als Staatsmonopol institutionalisierten Zahlenlottos statt. Seit diesem Zeitpunkt wird das Lotto mit den Zahlen 1 bis 90, das so genannte "Lotto di Genua", in Österreich kontinuierlich gespielt. Somit kann das österreichische Lotto auf eine - und das ist einmal in Europa - ununterbrochene 250-jährige Geschichte zurückblicken.

Die Ausstellung verfolgt den Faden des Lottos von seinen Ursprüngen in den florierenden Städten des 16. und 17. Jahrhunderts in Italien und in den Niederlanden über die Entwicklung des staatlichen Lottos in Österreich - vom Lottopatent Maria Theresias zum in seinen Grundzügen noch heute wirksamen kaiserlichen Lottogesetz von 1813 - bis hin zur Entstehung einer Vielfalt von Lotto- und Totospielen in der Ersten und Zweiten Republik. Sie zeigt die Fülle der Publikationen die zur rasanten Verbreitung dieses Spiels beitrugen: Die Almanache, Taschenbücher und Kalender der Aufklärung und der Biedermeierzeit ebenso wie Werbematerialien von heute. Sie rückt das Leben und Treiben in und vor den Lottokollekturen in den Blickpunkt, das mit seiner von Erwartungen und Träumen geprägten Atmosphäre immer wieder von Künstlern festgehalten wurde. Die Ausstellung zeigt auch die vielfältigen Versuche, das Glück zu berechnen: Traumbücher, magische Spielpraktiken, kabbalistische Symbolik begleiten das Lotto seit jeher. Selbstverständlich ist die Geschichte des Lottos auch die Geschichte seiner ureigensten Dokumente: Der Lose und Spielscheine, vom "Lotteriezettel" der "k.k. Lotto-Direktion" von 1792 bis zum Internet-Tipp. Und von Anfang an gehörte zum Lottospiel die Show -die Inszenierung der Ziehung mit entsprechenden Ziehungsgeräten als wichtigsten Utensilien. Schließlich will die Ausstellung vom Missbrauch des Lottospiels - z.B. durch Kriegslotterien - ebenso sprechen wie von seinem sozialen Nutzen. Sollte doch die häufige Verbindung von Lotto und wähltätigem Zweck nicht zuletzt den immer wieder geäußerten moralischen Bedenken gegen dieses Glückspiel den Wind aus den Segeln nehmen. Die Popularität des Lottos wird auch in den zahlreichen Varianten deutlich, die das "offizielle" Lottospiel als Gesellschaftsspiel - vor allem als belehrendes Kinderspiel -nachahmen. Dazu gehören die in der Ausstellung gezeigten Zahlen- und Rechenlottos mit dem Einmaleins, die Sprichwörter und Rätsellottos ebenso wie die grammatikalischen, Weltgeschichten, geographischen und naturgeschichtlichen Lottospiele.

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(Schluss) gab/rr

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