Skischulgesetz - klar, modern, europaweit vorbildlich BILD

LR Stemer: Qualität in Skischulen für die Sicherheit unserer Gäste

Bregenz (VLK) - In dreijähriger konstruktiver
Zusammenarbeit zwischen Fachleuten aus dem Landhaus und dem Vorarlberger Skilehrerverband ist ein unkompliziertes,
modernes Skischulgesetz entstanden, das dies- und jenseits
der Landesgrenze Maßstäbe setzt. "Mit diesem Gesetz ist sichergestellt, dass die hohen Qualitätsansprüche, die der Vorarlberger Tourismus an die Skischulen stellt, auch
künftig erfüllt werden und dass ein fairer Wettbewerb unter gleichen Rahmenbedingungen stattfindet", sagte Landesrat
Siegi Stemer heute, Montag, in Bregenz vor Journalisten.
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Neue Entwicklungen im Wintertourismus und auch das
Europarecht machen Anpassungen des Skischulgesetzes
erforderlich. "Die Ziele für die nun vorliegende Novelle
lauteten: Verständlich formulieren, Sicherheitsstandards
neu definieren, Verwaltungsvereinfachungen erreichen und
damit die Akzeptanz für die betroffenen Gruppen
verbessern", so Landesrat Stemer.

Die wichtigsten Neuerungen:

  • Das neue Skischulgesetz betont das System der umfassenden Schischule; also Skischulen, die berechtigt sind, alle Leistungen wie Snowboard-, Skilauf-, Langlauf- und Carvingunterricht usw. anzubieten.
  • Die bisherigen Skilehrer- Anwärter führen künftig die Bezeichnung "Praktikant". Sie sollen im Interesse der Sicherheit unter Anleitung erfahrener Kollegen und gemäß ihrem jeweiligen Ausbildungsniveau an die höhere Verantwortung herangeführt werden.
  • Die Bewilligungspflicht für die Erteilung von Skiunterricht durch geschlossene Gruppen aus dem Ausland wird aufgehoben. Die Erteilung von Unterricht muss aber durch fachlich befähigte Personen erfolgen.
  • Der Ausflugsverkehr ausländischer Skischulen wird nach einem Übereinkommen der Verbände der Berufsskilehrer in der Europäischen Union neu geregelt.
  • Der durch die europäische Rechtssprechung garantierten Niederlassungsfreiheit wird Rechnung getragen. Darüber hinaus sind nach der EU-Diplomanerkennungsrichtlinie Regelungen für die Anerkennung von Prüfungen vorzusehen. Landesrat Stemer: "Allerdings legen wir Wert auf die Gleichwertigkeit und die hohe Qualität der österreichischen Ausbildung. Bestehen wesentliche Unterschiede zu den in Österreich abgelegten Ausbildungen und Prüfungen, so werden Bewerbern zwecks Niederlassung oder Erbringung von Dienstleistungen in Österreich Ausbildungsergänzungen sowie Eignungsprüfungen vorgeschrieben".
  • Dem Vorarlberger Skilehrerverband wird mit der neuen Regelung eine Reihe zusätzlicher Aufgaben übertragen. Gleichzeitig wird er zur gesetzlichen Berufsvertretung der Vorarlberger Skischulen. Damit ist gewährleistet, dass viele Aufgaben rasch, kostengünstig und effizient erledigt werden können.

Skilehrer-Verbandspräsident Erich Melmer sprach von
einem ausgesprochen liberalen Gesetz, das den Interessen
des gesamten Wintertourismus entspricht. Auch der nicht
entgeltliche Unterricht wurde berücksichtigt. So sind zB.
Kinder- und Jugendgruppen, Vereine, Skiklubs usw. vom
Gesetz ausgenommen."

Das neue Vorarlberger Skischulgesetz hat sowohl in Wien
als auch bei der EU hohe Aufmerksamkeit gefunden. In
Brüssel wird von einem Vorlagegesetz gesprochen, das auch
in anderen Ländern zum Vorbild genommen werden soll.
(gw/dig,nvl)

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