Mühlwerth: Nein zum bilingualen Türkisch/Deutschunterricht!

Wien, 2002-04-08 (fpd) - Eine klare Absage erteilte heute die Vizepräsidentin des Stadtschulrates für Wien, Monika Mühlwerth, dem Vorhaben der amtsführenden Präsidentin Dr. Brandsteidl, in einer Volksschulklasse im 20. Bezirk eine Türkisch/Deutsch-Klasse einzuführen. ****

"Nur weil türkische Kinder in ihren Familien die eigene Muttersprache nicht mehr ordentlich lernen, darf es nicht sein, dass österreichische Schüler türkisch lernen müssen", empörte sich Mühlwerth. "Die Wiener Schulbehörde muss auch nicht versuchen, das Rad neu zu erfinden und sollte sich daher ansehen, wie ähnliche Versuche in anderen Städten verlaufen sind. In Berlin beispielsweise hat es einen solchen Versuch schon gegeben, welcher aber nach 20 Jahren! wegen Erfolglosigkeit abgebrochen wurde. Der Grund dafür war, dass die Kinder weder Deutsch noch Türkisch sprechen konnten. Wollen wir das wirklich", fragte sich die Vizepräsidentin.

"Ein wichtiges Element der Integration ist es, dass die Zuwanderer die Sprache ihres neuen Heimatlandes sehr gut beherrschen. Es ist daher für die Kinder äußerst wichtig, möglichst früh mit dem Deutschunterricht zu beginnen, um schon vor Schulantritt gut Deutsch zu können. Der Kindergarten wäre dafür der ideale Ort und dort, wo dies nicht möglich ist, sollten jene Kinder, die nicht Deutsch können spätestens ab dem Zeitpunkt der Schuleinschreibung in eigenen Gruppen Deutschunterricht bekommen", meinte Mühlwerth. Wenn türkische Eltern wollen, dass ihre Kinder auch in türkisch alphabetisiert werden, soll ihnen diese Möglichkeit natürlich auch geboten werden, dies kann aber wohl nur zusätzlich erfolgen.

"Mit einer Klasse türkisch/deutsch auf freiwilliger Basis beginnt es, folglich wird es die Regel. Einige linke Ideologen wollen ja bereits das Thema Türkenbelagerung aus den Geschichtsbüchern streichen, damit sich die türkischen Zuwanderer nicht verletzt fühlen. Wer zu uns kommt, muss auch unsere Kultur und Sprache akzeptieren, denn sonst hat er das falsche Land gewählt", so Mühlwerth abschließend. (Schluss) lb

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

Klub der Freiheitlichen

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW/NFW